Domaine Thierry Mortet

Gevrey-Chambertin Village Lieu dit Vigne Belle 2019

BIO

strukturiert
pikant & würzig
tanninreich
94–95+
100
2
Pinot Noir 100%
5
rot
13,0% Vol.
Trinkreife: 2023–2037
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 94–95+/100
6
Frankreich, Burgund, Cote d'Or
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Gevrey-Chambertin Village Lieu dit Vigne Belle 2019

94–95+
/100

Lobenberg: Diese Lieu-dit Lage hat insgesamt 3 Hektar, wovon Thierry insgesamt einen Hektar hat. Das Climat liegt unterhalb von Chapelle-Chambertin in bester Lage von Gevrey-Chambertin, aber auf für die Côte de Nuits etwas ausgefallenerem Granitboden. Der Ausbau im neuen Holz ist durchaus noch spürbar. Aber das Holz ist wirklich fein, es ist fein geflämmt, rauchig, und wird jetzt schon in der extremen Jugend von der immensen Frucht und Frische des Jahrgangs 2019 gut aufgenommen und komplementiert. Die Rauchnote sticht hier noch stärker hervor als beim Gevrey Village, auch Graphit und Teer werden hier intensiver. Zudem ist die Frucht hier deutlich dunkler, läuft mehr auf der Schwarzkirsche, dabei verblüffenderweise aber mit derselben prägnanten Frische und Transparenz. Auch hier gibt es nichts Wuchtiges oder Fettes, obwohl die Frucht etwas reifer und dunkler ist, aber das zeigt sich alleine aromatisch und nicht physisch, es bleibt fokussiert und elegant in der Art. Aber Vigne Belle ist reifer, kraftvoller und zeigt auch mehr von der hohen Konzentration des Jahrgangs 2019 als der eher rassig-schlanke Village. Die gesamte Expression ist hier etwas herber, dunkler und viriler. Im Mund kommt dann zum ersten Mal in der Rage von Thierry die geballte 2019er Konzentration, viel mehr Power und Druck als im Village. Dichte Schwarzkirsche, die auf graphitiger Unterlage entlangläuft, nur geradeaus in hoher Spannung, sehr mittig konzentriert, was sich im Finale dann in einer schönen, sehr charmanten Extraktsüße mit leichtem Salz auflöst. Das ist ein sehr emotionaler, ergreifender Gevrey, weil er Spiel hat und Spannung aufbaut aus der herben, erdigen, graphitartigen Mineralanmutung und der gleichzeitig süßen, konzentrierten Schwarzkirsche aus 2019 darüber. Das macht den Wein sehr spannend und gibt ihm eine schöne Balance, zudem wird es im Nachhall sogar etwas verspielt, mit Veilchen und feinen gerösteten Espressoaromen. 94-95+/100

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