Gevrey-Chambertin Village

Domaine Thierry Mortet

Gevrey-Chambertin Village 2015

BIO

pikant & würzig
saftig
seidig & aromatisch
94+
100
2
Pinot Noir 100%
5
rot
13,0% Vol.
Trinkreife: 2020–2034
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 94+/100
6
Frankreich, Burgund, Cote d'Or
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Gevrey-Chambertin Village 2015

94+
/100

Lobenberg: Thierry Mortet ist der Bruder des bekannten Denis Mortet. Alle Weinberge waren früher im Besitz des Vaters, durch Erbteilung wurden die Weinberge aufgeteilt. Das heißt wir sind hier qualitativ auf dem selben Level wie beim legendären Weingut Denis Mortet, wo der Bruder von Thierry leider auf so traurige Weise durch Freitod umkam, und der Sohn es nun aber mit viel Erfolg hervorragend weiterführt. Bei Thierry gab es zum Glück immer eine Stabilität, im Leben wie im Wein. Thierry ist, was die 2015er angeht, komplett geräumt bis auf diese kleinen Menge Gevrey-Chambertin Village aus seiner Keller-Reserve, ich konnte sie ihm abluchsen. Und das finde ich wahnsinnig spannend, mir und Ihnen 2015, 16 und 17 anzubieten, weil sie alle drei so unterschiedlich sind. 2017 mit dieser reichhaltigen Frucht, 2016 ist dieser nur aus Struktur bestehender Riese für die Ewigkeit, und der wollüstige 2015, der im ersten Ansatz in Nase und Mund mit enorm viel roter Frucht rüberkommt, mit massiver, üppiger, roter Frucht. Walderdbeere und Waldhimbeere, also nicht so extrem süße Früchte, denn Waldfrüchte sind weniger süß als gezüchtete Früchte. Dann kommt viel schiebende Kirsche, auch ein wenig an Vosne-Romanée erinnernder Sanddorn. Alles schiebt voll intensiver, roter Frucht, nichts Schwarzes kommt dazu. Ein wenig Estragon und alter Balsamico als Würze. Dann kommt langsam immer mehr die Mineralität, die Struktur, die kalksteinartige Länge. Es kommt kein Graphit und schwarzer Pfeffer, sondern nur Salz und Kalkstein mit Piement-Schärfe. Und das Ganze läuft immer geradeaus. Vom Tannin nicht so glasklar und maskulin wie 2016, der einfach noch 10 Jahre Zeit braucht. Sondern schon mit einem Ansatz von Charme. Es gibt reichlich Tannin, nur das ist total samtig und poliert, nur ganz knapp jetzt noch etwas zuviel um den Wein jetzt schon zu trinken. Auch der 15er braucht sicher bis 2020 oder etwas länger bis er in die perfekte Genussphase kommt, die er dann für mindestens 20 Jahre halten kann. Das ist eine wunderbare Trilogie, und weil 15 so anders ist, so rotfruchtig und intensiv in dieser speziellen Frucht, möchte ich ihn unbedingt mit dazu nehmen. Warten muss man auf alle drei. 2015 und 2017 mögen ähnlich um 2020 oder 2022 antrinkbar sein, 2016 bitte dann 5 bis 6 Jahre später. Das ist so eine grandiose Trilogie. Persönlich würde ich mich vielleicht sogar für den 17er entscheiden, aber ich muss attestieren, dass 16 der Größte ist, und das 15 der charmanteste und intensivste in seiner roten Frucht ist. Alle drei sind fantastische Weine und in ihrer Entrapptheit, Klarheit, und in der Art und Weise wie Thierry die Weinberge ausdrückt, das Beste, was Gevrey bieten kann. 94+/100

Mein Winzer

Domaine Thierry Mortet

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