Gevrey-Chambertin 1er Cru Clos Prieur

Domaine Thierry Mortet

Gevrey-Chambertin 1er Cru Clos Prieur 2018

Limitiert

tanninreich
strukturiert
seidig & aromatisch
96
100
2
Pinot Noir 100%
5
rot
13,0% Vol.
Trinkreife: 2024–2048
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 96/100
6
Frankreich, Burgund, Cote d'Or
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Gevrey-Chambertin 1er Cru Clos Prieur 2018

96
/100

Lobenberg: Die Lage liegt unterhalb des Mazis-Chambertin Grand Cru. Der Weinberg liegt auf 100% massivem Kalkstein. Und während wir gerade im Lieu-dit Vigne Belle bei Chapelle-Chambertin lagen und auf Grund der Bodensituation so starke Graphitnoten hatten, so sind wir hier wieder zurück bei reinem Kalkstein. Auch etwas Feuerstein vom gepressten Kalk kommend. Schöne feine, helle Lakritze darüber liegend, Veilchen, nicht zu üppig. Dann kommt Flieder, Schattenmorelle und schwarze Kirsche. Deutlich dominant gegenüber jeglichen rotfruchtigen Avancen. Und ich dachte, der Gevrey Vigne Belle ist nicht mehr steigerbar, und ich weiß auch eigentlich gar nicht, ob der 1er Cru jetzt diesen Quantensprung über dem Lieu Dit vom Granit liegt. Aber er ist so anders. Während die Nase schwarz war ist der Mund komplett rot. Konzentrierte Himbeere, Erdbeere, Schattenmorelle und Sauerkirsche bis zum Ende. Dazu fast Vosne-Romanée-artiger Sanddorn, helle Lakritze, Flieder. Alles ist rot und intensiv. Leicht spitze Minze dazu, Johannisbeere, so intensiv und unglaublich lang in roter Frucht laufend, dass ich von der Stilistik des komplett Entrappten Weines doch deutliche Assoziationen an Grivot habe, der für mich Vorbild beim entrappten Burgund ist. Gott, was ist dieser Wein schön und lang und klar und fein. Das ist eindeutig die Spitze des Eisbergs bei Thierry, und viel besser kann man Gevrey-Chambertin nicht im Glas haben. Es gibt in den Grands Crus mehr Massivität und Puristik, mehr straffes Tannin, aber nicht mehr Klarheit und nicht mehr Eindeutigkeit in der Ausdrucksform des Dorfes Gevrey. Puristisch, lang, schier nicht mehr aufhören wollend, salzig, so fruchtig frisch. Das Holz hat keine Chance gegen diese hohe Intensität der frischen Säure und diese rote Frucht. Nichts ist fett, aber alles ist voller Spannung und Intensität. Darf man einem 1er Cru 100 geben? Ich bleibe eher vorsichtig. Das ist aber großes Kino. 96/100

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