Die Nase ist dunkelrot und rauchig, Graphit, Eisen und noble Eichenwürze umschließen den Duft von saftiger Brombeere, wilder Blaubeere und viel Schwarzkirsche. Der Wein ist etwas verschlossener und kompakter als etwa Echezeaux, aber die Frucht ist dennoch strahlend und transparent. Feine Mokkanoten, ein bisschen Pfeffer, vielschichtig und komplex. Der Mund ist eine Tour de Force, unglaubliche Konzentration und Fülle, wow, so viel Fruchtdruck. Der Wein läuft nur geradeaus, aber mit solcher einer beeindruckenden Kraft und Länge, etwas rauchiger Speck mischt sich unter die saftige Beerenfrucht. Der Mundraum wird samtig ausgekleidet, aber von dieser enorm präzisen und feinen Säurespur durchzogen. Das Teil schießt durch den Mund mit extremer Frische, hat aber zugleich diesen wunderbaren mediterranen Schmelz und die feine Samtigkeit. 2021 ist so ein schicker, unendlich verträumter Pinot-Jahrgang. Selbst der Clos de Vougeot, an sich ein recht kraftvolles Terroir, ist ein Ausbund an roter Frucht und vibrierender Saftigkeit. Die Tannine kleiden die Zunge wie feinkörniger Sand aus. Dann schiebt das Salz nach, irre Säure. Unglaublich gut gelungen dieses Jahr. So mag ich Clos de Vougeot wohl trinken. Braucht etwas Zeit, aber deutlich weniger als 2020 und 2019 in seiner Feinheit. Toll!