2021 gibt es aufgrund von Frostschäden nur 800 Flaschen von diesem Wein. Er hat eine extrem dichte Nase mit einem Riesenschub von Veilchen, mit blauer und schwarzer Frucht. Samtig und schiebend, enorme Wucht, aber ohne Fett, nur hocharomatisch. Gar nicht kitschig, einfach nur viel. Eukalyptus und Minze darunter, ein bisschen Holunder neben satter Schwarzkirsche, Brombeere, Maulbeere und Veilchen. Reich und dicht. Und wie all die Jahre ist auch im feineren Jahrgang 2021er die Lage Patou der Charmebolzen der beiden Cornas von Ferraton. Samtig schiebend – so viel Veilchen, so viel schwarze Kirsche! Alles süß, alles reich und trotzdem ist nichts fett. Wir sind hier ganz weit entfernt von irgendwelchen australischen Eigenschaften, obwohl es sich ein bisschen so anhört. Es ist eher ein Wein wie ein Tertre de la Moulèyre oder ein Valandraud aus Saint-Émilion. Satter Schub und trotzdem eine unglaubliche Feinheit. Was für ein grandioses Leckerli, so saftig! Ich bin begeistert, welch samtiges Ereignis dieser Wein darstellt. Er ist sexy, rubenshaft gebaut und dabei so weich, schick, lang und aromatisch. Am Ende rollt Lakritze mit Salz und Eukalyptus wieder hoch, dazu Veilchen in diesem schwarzen Fruchtteppich. Große Eleganz, ohne zu viel Power, aber mit einer aromatischen Intensität, die einem Tränen der Begeisterung in die Augen treibt. 99-100/100 *** Der Lieu-dit Patou ist Teil des Cornas-Bergs – von vielen wird die Appellation als der wahre Gegenspieler des Hermitage gesehen. Wir haben hier Granitböden und ein bisschen Sedimentgestein in der Mitte des Hangs, reine Südexposition. Steillagen auf den unteren Hängen, an der Grenze zu Saint-Péray gelegen. Im Gegensatz zum nördlich exponierten Les Eygats ist dieser Patou einfach der Kraftmeier schlechthin unter den Weinen aus Cornas. Nur ein halber Hektar Rebfläche, sehr alte Petite Syrah. Ferraton arbeitet in beiden Cornas-Lagen. Sie sind zwar kein Eigenbesitz, aber es besteht eine intensive Zusammenarbeit mit den selbstständig und biodynamisch arbeitenden Vertragswinzern. Beide Weine dürfen nicht biodynamisch zertifiziert werden, da dies erst nach einer käuflichen Übernahme möglich ist. Die Reben im Patou sind extrem alt und neigen auch zum Verrieseln, was zu winzigen Erträgen führt. Die Trauben werden vor der Vergärung komplett entrappt. Diese erfolgt spontan im Beton. Danach wird ganz sanft abgepresst, überwiegend nur der Free Run Juice verwendet. Ausgebaut wird zu 80 Prozent im Barrique und zu 20 Prozent im Tonneau, 2021 mit einem recht hohen Anteil Neuholz.