Bosquet des Papes

Chateauneuf du Pape Cuvee Tradition Rouge 2018

pikant & würzig
strukturiert
95+
100
2
Grenache 75%, Mourvedre 11%, Syrah 11%, Cinsault 1%, Counoise 1%, Vaccarese 1%
5
rot
14,5% Vol.
Trinkreife: 2022–2042
Verpackt in: 12er
3
Lobenberg: 95+/100
Parker: 92/100
Jeb Dunnuck: 90–92/100
6
Frankreich, Rhone, Chateauneuf du Pape
7
Allergene: Sulfite
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateauneuf du Pape Cuvee Tradition Rouge 2018

95+
/100

Lobenberg: Der Anteil der Mourvèdre ist in allen Blends, in denen er beteiligt ist, anteilig stets gestiegen in den letzten Jahren, weil er so gut an die sich ändernden Klimaverhältnisse angepasst ist. Die Vergärung findet hier zu 100% im Betontank statt, immer spontan. Der Ausbau findet komplett in großen Holzfudern und zu einem kleinen Teil in 500 Liter Tonneaus statt. Die Cuvée Tradition 2018 hat ungefähr 2% Vaccarese, 2% Cinsault, 12% Mourvèdre, 10% Syrah und 74% Grenache. Mit 40% Ganztrauben vergoren. Es gibt 2018 wie fast überall in Châteauneuf auch hier sehr geringe Mengen, auch 2017 war die Ernte schon klein bei Bosquet des Papes. Es gibt nur 30.000 Flaschen Tradition und jeweils nur 6.000 Flaschen vom Gloire de mon Grand Père und von der Speciale Cuvée Chante le Merle. In normalen Jahren wie 2016 gibt es von den Lagenweinen 10.000 Flaschen und 50.000 Tradition. 2017 war wegen des Frostes reduziert, 2018 wegen des Mehltaus. Der Charakter in allen 3 Weinen zeigt sich ähnlich wie bei unserer Einschätzung bei Tardieu und Clos des Papes. 2018 ist ein sehr reicher, massiver Jahrgang, der allerdings nicht so eine Kombination von Blockbustern und Eleganz hat wie 2016 und 2017. Diese beiden Jahrgänge stellen sich inzwischen als nahezu gleichwertig dar. 2018 ist reicher, hat zwar weniger Farbe, ist aber tanninreicher, das Tannin ist butterweich und samtig. Wir haben eine große Übereinstimmung mit Bordeaux, satte, reiche, samtige Gerbstoffe, etwas weniger Eleganz als 2016. Das heißt im Ergebnis, dass 2018 trotz der geringeren Säure wahrscheinlich einen viel längeren Zeitraum brauchen wir, um zur optimalen Trinkreife zu gelangen, dafür werden es immense Langläufer werden mit diesen butterweichen, extremen Tanninmassen. Nach all den unterschiedlichen Fassproben, die wir probiert haben, präsentiert sich der finale Blend in der Nase erstaunlich fein. Häufig liegt die Wahrheit eben doch im Blend und nicht in den einzelnen Rebsorten. Die Mourvèdre spielt eine schöne Würze hinein, das Ganze ist burgundisch, aber dafür sehr reich, sehr auf der Kirsche laufend, Schwarzkirsche, satte süße Kirsche, schön dunkel bleibend in all dieser Kirschigkeit. Große Harmonie ausstrahlend und hohe Reife, aber spielerisch, duftig bleibend. Wow, was für ein Mundeintritt, die nur 12% Mourvèdre sind total dominant, weil sie mit ihrer Würze und ihrer leichten Schärfe im seidig-samtigen, massiven Tannin vorne herausstechen. Dazu kommt die Frische aus dem 50% Rappenanteil, das passt sehr gut, das gibt eine Form der Leichtigkeit, die der Jahrgang sonst so hier nicht erreich hätte. Helle Lakritze spielt mit schwarzer und roter Kirsche, Holunder, aber das Ganze bleibt durchaus fein, auch ein Hauch Erdbeere läuft mit. Sattes, schiebendes, aber butterweiches Tannin in Massen, der Wein gehört bitte erst mal lange in den Keller. Schon 2016 und 2017 waren solch extreme Langläufer, ich glaube alle 3 Jahrgänge müssen 10 Jahre länger im Keller bleiben als die Vorgängerjahre. 2018 wird der Langläufer par excellence, selbst dieser Tradition sollte erst mal 10 Jahre vergessen werden. Die Stilistik der 2018er ist bei aller Power und bei aller Weltklasse doch immer noch elegant. 2018 ähnelt mehr 2015, es ist runder, üppiger, hat deutlich mehr Tannin als 2015 aber eben weicher, seidiger, geschliffener. Toller Stoff, wenn man die Geduld hat. Ein sehr delikater Wein, bei aller Massivität behält er immer auch das Spielerische. 95+/100

92
/100

Parker über: Chateauneuf du Pape Cuvee Tradition Rouge

-- Parker: The 2018 Châteauneuf du Pape Cuvée Tradition gives the impression of dusty earth and finely ground spices on the nose, all coating a core of ripe cherries. It's medium to full-bodied, silky and concentrated, with nice grip and persistence on the finish, where it picks up hints of cocoa powder and ground cloves. It's turned out even better—more structured and complete—than I expected after last year's visit to the estate. 92/100

90–92
/100

Jeb Dunnuck über: Chateauneuf du Pape Cuvee Tradition Rouge

-- Jeb Dunnuck: Moving to the reds and starting with the classic 2018 Châteauneuf Du Pape, this checks in as 75% Grenache and the rest Syrah and Mourvèdre, partially destemmed and brought up in a mix of demi-muid and foudre. Its deep ruby/purple color is followed by a deep, smoky, meaty bouquet that has beautiful fruit as well as loads of ground pepper nuances. It's rich, medium to full-bodied, has no hard edges, and a great finish. Drink it on release and over the following decade. 90-92

Mein Winzer

Bosquet des Papes

Bosquet des Papes wird von der Familie Boiron bewirtschaftet. Nur 27 Hektar Rebfläche, die überwiegend mit den Klassikern der südlichen Rhône bestockt sind.