Chateauneuf du Pape Blanc Vieilles Vignes 2019

Michel Tardieu - Chateauneuf du Pape

Chateauneuf du Pape Blanc Vieilles Vignes 2019

100
100
9
voll & rund, niedrige Säure, mineralisch
2
Grenache Blanc 40%, Roussanne 30%, Clairette Blanche 20%, Bourboulenc 10%
3
Lobenberg 100/100
5
Weißwein
barrique
13,5% Vol.
Trinkreife: 2029–2055
Verpackt in: 6er OHK
6
Frankreich, Rhone, Chateauneuf du Pape
7
Allergene: Sulfite,

Abfüllerinformation

Abfüller / Importeur: Michel Tardieu - Chateauneuf du Pape, Quartier Les Ferrailles - Route de Cucuron, 84160 Lourmarin, FRANKREICH


  • 29,00 €

Subskription

Sie kaufen diesen Wein vor der Markteinführung zum besonders günstigen Preis.

inkl. 16% MwSt.

Kostenloser Standardversand in Deutschland und Österreich

Alternative Produkte anzeigen
lobenberg

Lobenberg über:Chateauneuf du Pape Blanc Vieilles Vignes 2019

100
/100

Lobenberg: 2019 ist an der Rhône die Fortsetzung der mediterranen Jahre, der Jahre ohne Wasser, der großen Trockenheit. Zwischen April und Mitte September gab es so gut wie keinen Regen, weder im Norden noch im Süden. Die Trockenheit war extrem. Minimale Regenschauer zwischendurch reichten noch nicht einmal aus, um von der Erde aufgenommen zu werden. Seltsamerweise starben die Weinberge nicht ab, sondern alle Weinberge mit alten Reben sahen über die ganze Zeit ganz hervorragend aus. Es gab zwar Wasserstress, aber es gab keinen Stillstand. Der Schlüssel sind also ganz eindeutig alte, tiefwurzelnde Reben. Trotzdem wäre es zu einem desaströsen Ergebnis gekommen, wenn es nicht Mitte September einige anständige Regenfälle von über 20 Millimetern gegeben hätte. Die Entwicklung wäre sonst zu weit fortgeschritten, die Weine hätten ihre Frische verloren. Die Regenfälle wendeten das Blatt vollständig. Aber man muss dazusagen, dass es in Zukunft wahrscheinlich keine großen Weine von der Rhône geben wird, sollte sich die Situation so fortsetzen. 2019 ist es nicht nur gutgegangen, sondern alle Winzer sprechen von einem legendären Jahrgang. Die Weißweine im Süden sind durch die kühlen Nächte vor der Ernte und durch die Regenfälle extrem frisch. Das Ganze mit hoher Reife durch die enormen Sonnenstunden des Sommers. Das bringt einen ähnlichen Spagat, einen ähnlichen Oszillographen, wie in Deutschland, wie in Bordeaux, wie überhaupt in Europa. Crispe, frische, mineralische Weine. Extrem extraktreich, hohe Reife und hohe Frische beieinander. Die Rotweine sind generös und tief und stellen eine Synthese von 2007 und 2016 dar. Die Nordrhône hat nicht ganz so stark unter der Trockenheit gelitten wie die Südrhône, es war auch nicht ganz so heiß. Noble, präzise, harmonische Weine. Aber auch hier kann man von einer strahlenden Zukunft und von einem Best-Ever-Jahrgang ausgehen. 2019 ist schon jetzt, ein Jahr nach der Ernte, eine lebende Legende. Alle Weißweine von Tardieu werden nach einer Ganztraubenpressung ohne Standzeit in die Vergärung genommen, um keine Säure zu verlieren. Der Wein kommt immer von den gleichen Lagen. Er beseht aus 40 Prozent Grenache, 30 Prozent Roussanne, 20 Prozent Clairette und 10 Prozent Bourboulenc. Die Grenache-Reben sind 60 Jahre alt, die Roussanne 40 Jahre, Clairette und Bourboulenc 50 Jahre. Der Alkoholgehalt liegt bei 13,5 Volumenprozent – das ist für Châteauneuf sehr moderat. Die Weine kommen von verschiedenen kleinen Plots auf La Crau, Palestor, Les Gardioles, Cabrieres und vom Plateau de Mont-Redon. Der Wein wird als Ganztraube abgepresst, spontan vergoren und dann acht Monate im Barrique ausgebaut, 50 Prozent Neuholz und 50 Prozent Zweitbelegungen. Drei Holzarten: Allier, Tronçais und Jupille. Die Weine werden vor der Füllung nicht geschönt und nicht filtriert. Die Reben stehen neben jenen von Château Mont-Redon und Font de Michelle, beides sehr gute Nachbarweingüter. Es sind eher sandigere und feinere Böden. Also keine kraftvollen Lehm-Eigenschaften, sondern eher feinere und elegantere Weine. Die Nase hat gewaltigen Schub. Die Roussanne ist sicherlich vor der Grenache die Dominante. Die feineren und verspielteren Clairette und Bourboulenc müssen sich etwas dahinter verstecken, bilden aber doch den Rand. Massives Steinobst, Reneklode, Apfel, aber noch viel mehr Pfirsich und Aprikose. Auch ein bisschen weiße Birne kommt durch. Der Wein riecht phenolisch, riecht nach Kraft, dabei hat er keine Phenole, keine Standzeiten, nichts Schaliges. Trotzdem ganz viel Schub. Hohe Reife in der Frucht, aber auch jetzt schon Salz und Mineralität andeutend. 2019, das ist wirklich ein sehr spezielles Jahr im Mund, weil der Wein eine tolle Frische hat, ein wunderbares Säurespiel. Jetzt kommen die feinen Clairette und Bourboulenc durch. Sie sind jetzt im Mund die Dominanten. Grenache und Roussanne werden komplett von diesen aromatischen Rebsorten verdrängt. Und das ist gut so, weil der Wein ein bisschen an reiner Power verliert und trotzdem schiebt er ganz gewaltig. Der Wein muss wirklich fünf Jahre weggesperrt werden, wird aber ganz sicher Jahrzehnte halten. Großer weißer Châteauneuf, mit unendlicher Kraft. Der Wein steht für Minuten. Und es erstaunt, wie diese sandigen Böden so mineralisch daherkommen können, mit diesem langen Nachhall. Wieder viel Steinobst, Nüsse, Lakritze, wenn man das in einem Weißwein überhaupt so sagen kann. Aber es schmeckt ein bisschen so. Blumig, ein bisschen Lavendel, viel Salz, viel Gesteinsmehl, Kreide. Ein echter Power-Châteauneuf im Stile eines Janasse Vieilles Vignes. Zehn Jahre weglegen und dann 30 Jahre Freude daran haben. Ein Riese. Einfach großer Châteauneuf-du-Pape! 100/100

Mein Winzer

Michel Tardieu – Chateauneuf du Pape

Michel Tardieu ist inzwischen legendär und einer der besten Weinmacher Frankreichs. Robert Parker u. v. a. überhäuften ihn zu Recht mit Superlativen. Sehr oft arbeitet er an der Rhone und in anderen Regionen mit seinem Freund Philippe Cambie zusammen. […]

Zum Winzer
  • 29,00 €
Alternative Produkte anzeigen

inkl. 16% MwSt.,
Kostenloser Standardversand in Deutschland und Österreich

, 38,67 €/l

Diesen Wein weiterempfehlen

Ähnliche Produkte