Jahrgang 2016 - Weißwein - Grenache blanc 50%, Roussanne 35%, Clairette Blanche 10%, Bourboulenc 5%

Chateauneuf du Pape blanc Vieilles Vignes

Chateauneuf du Pape blanc Vieilles Vignes Chateauneuf du Pape blanc Vieilles Vignes

Chateauneuf du Pape blanc Vieilles Vignes

Lobenberg 97

Lobenberg: 2016 ist ein sehr reifes Jahr, was aber auf Grund der starken Tag/Nacht Unterschiede eine sehr hohe Säure hat. Die PH-Werte sind entsprechend sehr tief. Die Säure und Frische ist nochmal deutlich höher als 2010. Der Tannin- und Alkohollevel allerdings sind gleich wie in 2010. In Zahlen ausgedrückt: Der Süden liegt etwa bei 14,5% - 15% Alkohol, der Norden bei 13%. Entscheidend für die Balance ist allerdings eben diese Frische und hohe Säure, welche beide, Vater und Sohn Tardieu, so noch nie gesehen haben. Entsprechend folgt die Rhone Bordeaux nach, denn auch dort besticht alles durch diese fantastische Balance und absolute Harmonie. Die weitere Besonderheit, auch die gab es in Bordeaux und an der Rhone, ist das Rot- wie Weißweine sensationell ausgefallen sind. Eigentlich logisch, denn wenn die Alkoholgradation nicht explodiert ist und die Säure erhalten blieb, dann profitieren natürlich die Weißweine im gleichen Umfang. Analogien zu früheren Jahren: Tardieu vergleicht 2016 mit 1990 mit der höchstmöglichen Übereinstimmung. Das gilt für die Südrhône. Die Nordrhone entspricht eher 1991. Natürlich sind 20 Jahre vergangen, höheres Rebalter und noch bessere und biologische Arbeit in den Weinbergen. Also Basis 1990 und 1991 mit einem kleinen Turbolader in der Entwicklung. Trotz dieser großen Klasse des Jahrganges 2016, gilt es an der Rhone wie in Bordeaux: Die Mengen sind absolut befriedigend. Es gab also keine knappe Ernte. Hervorragende „best ever“ Qualitäten in beiden Regionen bei gleichzeitig guten Mengen. Das freut den Winzer natürlich besonders. In Summe für die Rhone kann man sagen, ist es ein sehr gutes Jahr für die Syrah, aber ein extrem gutes Jahr für die Grenache. Dementsprechend ist die Südrhône ganz klar „beste ever“ und die Nordrhone auf einem Level der nahe an 2015 herankommt. Das Jahr 2015 aber nicht übertrifft. Die Südrhône war in Summe noch nie so gut wie 2016. Der Wein wird nur aus alten Reben gewonnen. 45% Grenache Blanc, 35% Roussanne, 15% Clairette und 5% Boubourlenk. Die Reben stehen auf La Crau und anderen sandigen, feinen Böden in der Nähe von Mont Redon und Fonte de Michelle. Das sind zwei sehr gute Nachbarweingüter. Die Grenache ist 60 Jahre alt, die Roussanne 40 Jahre. Ganztraube, Abpressung und im Holz vergoren. Dann im neuen Barrique ausgebaut für 10 Monate, danach Überführung in größeres Holz. Natürlich spontan vergoren wie alles hier. In diese Weißen der Rhone 2016 muss ich mich erst ein wenig hineinschnüffeln. Die Rückverkostung ergibt, dass 2016 weiße Rhone wie 2016 Deutschland ist. So unglaublich köstlich, delikat und sofort da. Und auch in Deutschland tat ich mich am Anfang schwer die übergroße Klasse des Jahrganges zu erkennen, die er aber letztlich hat. Wieso darf ein Wein nicht von Anfang an unglaublich köstlich sein und trotzdem Größe haben. Nicht alles muss prognostiziert werden, auch ein Wein darf sofort alles zeigen was er kann. Und so ist der 2016er Chateauneuf du Pape Blanc seinem 2015er Vorgänger, den ich nicht gekaufte habe, um Längen überlegen. Diese Feinheit und Frische der Frucht ist ähnlich wie im Guy Louise Blanc. Erinnert an Clos des Papes. Wir haben hier gelbe Melone, auch Litschi, ein bisschen Sanddorn, intensive Birne und Boskoop Apfel. So intensiv. Und dieser Blanc, dass weiß ich nach dem ersten Schluck, hat ein langes Leben vor sich. Es ist ein Chateauneuf du Pape Blanc im Stile eines Clos des Papes. Ein Weißwein, der auch häufig unterschätz wird, der aber erst nach 10 Jahren richtig zur Höchstform aufläuft und einige Jahrzehnte abkann. Das wird auch bei diesem Chateauneuf der Fall sein. Vordergründig strahlt er Einfachheit aus, aber je öfter man ihn verkostet, desto länger wird er, desto intensiver verbleibt er auf der Zunge. Und er hat für einen Chateauneuf nicht diese, manchmal vorkommende, Rosmarinartige Schwere. Sondern die Feinheit, die Grandezza, die Finesse. Dieses unglaubliche schöne Spiel. Und trotzdem unglaublich mineralische Länge. Noch nach Minuten liegt er auf der Zunge. Ein Wein, nicht mit massiver Power wie bei Beaucastel, sondern mit Finesse und Feinheit. 96-97/100

--Jeb Dunnuck: The 2016 Châteauneuf-du-Pape Blanc Vieilles Vignes offers more white flowers, buttered citrus and caramelized pineapple notes, yet offers similar levels of richness and depth. I suspect this will benefit from 6-12 months of bottle age. It’s serious stuff. 92-94+/100

--Galloni: Transparent yellow. Expressive citrus and orchard fruit aromas are complicated by suggestions of white flowers, iodine, toasty lees and honey. Mineral-laced, penetrating orange pith and pear liqueur flavors are complemented by deeper suggestions of toasted brioche and marzipan, while a firm mineral spine lends lift and support. Finishes with superb definition, breadth and length, leaving floral and mineral notes behind. 94/100


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Rebsorten:
Grenache blanc 50%
Roussanne 35%
Clairette Blanche 10%
Bourboulenc 5%
Artikelnummer:
29869H
Jahrgang:
2016
Bewertung:
Lobenberg 96-97
Jeb Dunnuck 92-94+
Galloni 94
Trinkreife:
2020 - 2040
Alkoholgrad:
14,0% vol.
Allergene:
Sulfite
Verpackt in:
12er OHK
Abfüller:
Michel Tardieu - Chateauneuf du Pape, Quartier Les Ferrailles - Route de Cucuron, 84160 Lourmarin, FRANKREICH

Alternativ:


Weißwein, Rhone - Chateauneuf du Pape, 2017 Frankreich
Michel Tardieu - Chateauneuf du Pape

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Michel Tardieu - Chateauneuf du Pape

Michel Tardieu ist inzwischen legendär und einer der besten Weinmacher Frankreichs. Robert Parker u.v.a. überhäuften ihn zu Recht mit Superlativen. Sehr oft arbeitet er an der Rhone und in anderen Regionen mit seinem Freund Philippe Cambie zusammen. […]

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