Domaine Thierry Mortet

Chambolle-Musigny 1er Cru Les Beaux Bruns 2019

BIO

Limitiert

seidig & aromatisch
saftig
pikant & würzig
95–96+
100
2
Pinot Noir 100%
5
rot
13,0% Vol.
Trinkreife: 2024–2049
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 95–96+/100
6
Frankreich, Burgund, Cote d'Or
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chambolle-Musigny 1er Cru Les Beaux Bruns 2019

95–96+
/100

Lobenberg: Der Boden besteht in den oberen 40 Zentimetern aus Kieselsteinen, also eine Erinnerung an Châteauneuf-du-Pape. Sehr viel Kalkstein dazwischen, dann wird es immer kompakter, und nach einem Meter landen wir auf massivem Kalkstein. Die Lage liegt einige Parzellen unterhalb von Bonnes-Mares, also eher auf der zu Morey laufenden Seite von Chambolle. Sehr dunkle, rauchige, fast etwas an Gevrey-Chambertin erinnernde Aromatik mit herber Mineralität von Teer, frischer Erde, Pu-Erh-Tee, Graphit und Lakritze. Sehr komprimierte, hoch verdichtete Frucht, schwarze Kirsche und Cassis, fein verwobene Röstnoten. Der Wein strahlt aus dem Glas, wirkt geschliffen und reintönig, aber immens dunkel in der Art für einen Chambolle. Die Lage ist eben weiter unten am Hang, recht nah am Ort gelegen, in reiner Ostexposition auf steinigem Kalksteinmergel. Eine eher warme Lage, die durchaus viel Druck und Reife ermöglicht. Obwohl der dunklere Touch hier etwas mehr zu Morey und Gevrey tendiert, ist der Wein auch von helleren, kreidigeren, ätherischen Nuancen durchzogen. Beaux Bruns ist aktuell verschlossener und auch reduktiver als der sehr verspielte Chambolle Village, was ihn auf längere Sicht aber auch klar haltbarer machen wird. Der Wein braucht mindestens seine 5 – 6 Jahre Zeit, das ist schmeckbar. Dicht gewirkte Schwarzkirsche und Brombeere am Gaumen, mit süßen Gewürznoten unterlegt, Nelke, Zimt. Insgesamt bleibt es aber in dieser enorm konzentrierten, kraftvollen, steinigeren, herberen Art verhaftet. Enorm fest zupackende Tannine, die den Eindruck von Kreidegestein erwecken, dem Wein wohnt enorm viel Energie inne. Trotz seiner in sich verwundenen, dunklen Art und der ehrfurchtgebietenden Struktur, hat er in 2019 was die Franzosen als „pureté“ bezeichnen, eine strahlende Klarheit. Und dass die saftige Frucht bei Thierry Mortet ohnehin stets eher für Hedonisten gestrickt ist, muss hier eigentlich nicht extra erwähnt werden. Der Wein ist sehr reif und sehr fein zugleich, das ist die Balance des Jahres 2019. Dennoch besser tendenziell in Richtung 2030 antrinken. 95-96+/100

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