Barbaresco Asili 2019

Bruno Giacosa

Barbaresco Asili 2019

seidig & aromatisch
tanninreich
100
100
2
Nebbiolo 100%
5
rot
14,5% Vol.
Trinkreife: 2029–2059
Verpackt in: 6er OHK
3
Lobenberg: 100/100
6
Italien, Piemont
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Barbaresco Asili 2019

100
/100

Lobenberg: Der Asili kommt komplett von eigenen Weinbergen. Es sind 2,6 Hektar in Süd-Südost-Exposition auf 250 Metern Höhe. Hier gibt es lehmigen Kalkboden, viel weißer Lehm und auch ein kleines bisschen Sand. Circa 30 Jahre alte Reben, nur 4500 Stöcke pro Hektar. 15 Tage Maischegärung im Stahltank. Die malolaktische Vergärung erfolgt ebenfalls dort. Anschließend für 18 Monate im großen Holz ausgebaut (10.000 Liter Fässer beim Asili) wie es hier klassischerweise üblich ist bei diesem Weingut. Giacosa hat 2018 überhaupt keine Lagen produziert, alles ging in den normalen Barolo und den normalen Barbaresco. In 2019 gibt es Asili als White Label. Wie immer bei Giacosa wurde sehr früh entschieden, dass es ein White Label wird. Bruno und der Wine Consultant Dante entscheiden das meist kurz nach der Lese. Während des Ausbaus wird das ganze nochmal geprüft, aber im Großen und Ganzen wird die Entscheidung White Label oder Red Label sehr früh getroffen. Das erstaunt, weil 2019 ein großes Jahr ist, aber die Entscheidung bei Giacosa, mit dem Vorbild Burgund, wird damit begründet, dass die Feinheit eher in die Riserva geht und die Power eher in das White Label. Und dieser Asili 2019 hat Power. Die rotfruchtige Nase drückt unglaublich. Das liegt irgendwo zwischen Chambolle-Musigny und Vosne-Romanée. Mit viel Schub, mit Sanddorn, Zwetschge, Himbeere, Sauerkirsche und Schlehe. Nicht fett, sondern fein, aber druckvoll. Sehr viel Schub, großer Stoff in der Nase. Was für ein Mundgefühl! Alle Menschen, die Frische und Säure nicht mögen, sollten ihn nicht bestellen, denn das wäre selbst im Burgund ein enorm frischer Wein. Aber er hat so viel Substanz dabei, so viel intensive rote Frucht. Rote Johannisbeere dominiert klar über Himbeere, Erdbeere, Zwetschge, Schlehe, süße Kirsche und Sauerkirsche. Alles super fein umwoben und ultralang. Ganz, ganz helle Lakritze, fein gezogen. Kalkstein, weißer Lehm und Salz. Lang, fein und verspielt, aber nicht enden wollend. Man braucht ein bisschen Geduld und Zeit, damit sich diese große Frische irgendwann noch etwas abmildert. Aber es ist ein Ereignis, diesen Wein zu probieren. Asili ist sicher die Lage, die am ehesten mit Musigny Grand Cru vergleichbar ist. Ich bin völlig geflasht. Super Stoff! 100/100

Mein Winzer

Bruno Giacosa

Bruno Giacosa war als Traditionalist das Gegenteil der jungen wilden Barriquefreunde Altare, Scavino, Sandrone, Clerico, Gaja und Co. Seine extrem eleganten Weine sind trotz ihrer von kaum einem anderen Erzeuger erreichten Finesse in der Jugend verschlossen, obwohl er sie immer erst ein bis drei...