Im Portrait

Sirch

Auf dem Weinweld

Giordano erbte es seinerseits vom Großvaters Guiseppe. Ein alter Familienbetrieb mit Tradition und Sinn für die Region. Dem folgt nach wie vor die Philosophie Lucas und Pierpaolos. Beide lieben das Friaul und waren lange wild entschlossen, ausschließlich autochthone Rebsorten anzubauen und die hochgelegenen Weingärten der Gegend zu erhalten und zu rekultivieren. Schlussendlich konnten sie allerdings der Einsicht nicht ganz widerstehen und arbeiten neben der Tocai auch mit Sauvignon Blanc und Pinot Grigio.

Als in der Region immer mehr Weinbauern das Geschäft wegen der teuren Bewirtschaftung und den niedrigen Preise aufgaben, fingen die beiden Brüder an, mehr und mehr Flächen zu kaufen und zu pachten. Von anfänglich sieben Hektar ist das Weingut inzwischen auf 120 Hektar gewachsen. Knapp 500.000 Flaschen werden jährlich produziert. Was für ein Aufstieg. Und nicht eine Sekunde wurde in diesem Wachsen die Qualität vergessen. Die Weine sind langlebig und gewinnen noch nach zwei Jahren. Auch das Dekantieren bekommt den Weinen sehr.

Die hervorragenden, immer noch niedrigen Preise spiegeln die überragende Qualität der Weine im Grunde nicht wieder. Noch ist es ein Geheimtipp, für uns und Sie eine feine Lösung, aber wenn auch noch nicht angekommen, der Weg Richtung Spitze des Friauls zeichnet sich nicht zuletzt durch Expertise deutlich ab. Pierpaolo Sirch, der auch Kellermeister von Feudi di San Gregorio ist, hat als technischer und agronomischer Berater für die wichtigsten Weinkellereien Italiens (Ornellaia, Allegrini, Jermann, Gravner) und in der ganzen Welt (Château d’Yquem, Cheval Blanc, Bürklin-Wolf, Bründlmayer) gearbeitet, also der anerkannten Elite.