Im Portrait

Ponsot

Man benutzt absichtlich keine neuen Barriques, weil Laurent Ponsot der Meinung ist, dass sich der Wein so langsamer und feiner entwickelt. Die Vergärung findet in Gärbottichen aus Holz statt. Es wird weder geschönt noch gefiltert und seit 1988 auch nicht mehr geschwefelt. Die Domaine greift auf das Erbe von zwölf Grand Crus zurück, erzeugt Weine aus 20 Appellationen. Neben Eigenbesitz betreibt Ponsot auch Joint Ventures und etwas Metoyage. Sein Clos de la Roche Vieilles Vignes ist einer der Superstars des Burgunds. Bekannt ist die Domaine des Weiteren für die Aufdeckung des größten Weinfälschers Rudi Kurniawan. Ponsot höchstpersönlich reiste in die USA, um die Versteigerung gefälschter Flaschen zu stoppen. Laurent ist so etwas wie das Gewissen des Burgunds aber eben mit ständiger Evolution. Mit dem Jahrgang 2008 wandte er sich dem Korken als Verschluss ab. Die Weine haben einen eigenen Verschluss, der in Italien gefertigt wird und garantiert, dass alle Weine frei von Korkschmeckern sind. Eines seiner Highlights ist der Morey-St-Denis 1er Cru Clos des Monts Luisants. Ein Weißwein, der jedoch nicht aus Chardonnay besteht, sondern Aligoté. Es ist der einzige Aligoté Burgunds mit 1er-Cru-Status! Weltklasse! Bis heute ist das Weingut ausschließlich in Familienbesitz. Laurent Ponsot hat sich selbst Anfang 2017 aus dem Betrieb zurückgezogen, um eine neue Domaine zu gründen, die er mit seinem Sohn Clément und seinem Kellermeister Arnaud Rouellat führt. Ponsot steht seitdem unter der Leitung seiner Schwestern.