Im Portrait

Jean-Marc Vincent

Die Randappellation Santenay ganz im Süden der Côte d’Or steht im Schatten der berühmteren Nachbargemeinden, doch wenn Winzer wirklich über sich hinauswachsen, sprengen sie die Ketten der Appellation einfach. Vergleichbar mit der legendären „Gang of Four“ des Beaujolais (Lapierre, Thevenet, Foillard, Breton), die ebenso ihrer Zeit den Weinbau neu definierten, sind die guten Freunde Olivier Lamy, Bruno Lorenzon, Vincent Dureuil und eben Jean-Marc Vincent dabei, von den Randappellationen der Côte d’Or herausragende Weine zu keltern, die den berühmteren Pendants oft in nichts nachstehen, ja sie sogar übertreffen können. Auch Parkers Verkoster William Kelley wird nicht müde zu betonen wie einzigartig und überragend Vincents Weine sind.

Sein super-akribischer Weinbau mit extremen Pflanzdichten, unüblich hohen Laubwänden und rein biologischer Bewirtschaftung führen zu außergewöhnlich konzentrierten und einer ungeahnten Eleganz, wie man sie hier am Schmelztiegel zwischen dem Mâconnais und der Côte de Beaune nur äußerst selten findet. Wer die Faszination der Weine von Lorenzon, Guffens-Heynen oder J-M Vincent verstehen möchte, der muss sie auf der eigenen Zunge gehabt haben, denn ihre nahtlose Balance und energetische Kraft sind nur schwer in Worte zu fassen. Die Nummer Eins in Santenay und Mercurey sind die ziemlich besten Freunde Vincent und Lorenzon – an ihnen führt kein Weg vorbei, wenn man im Süden Hingabe und Exzellenz sucht.