Traditionelle Bereitungsmethoden, autochthone Rebsorten und zeitlose Weinstile vermischen sich hier mit moderner Forschung und dem Mut zur Veränderung.

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Bodegas Telmo Rodriguez Lanzaga

Rioja und Navarra

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Lobenberg 96–97+ / 100

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Rioja El Velado 2015
  • 59,00 €
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Rioja und Navarra

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Rioja El Velado 2016
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Bodegas Telmo Rodriguez Lanzaga

Rioja und Navarra

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Rioja La Estrada 2016
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Weinregionen Rioja und Navarra

Hätte man vor 20 Jahren eine Gruppe passionierter Weintrinker nach der Zukunft des spanischen Weines gefragt – keiner wäre wohl auf die Idee gekommen, dass das Land auf der Iberischen Halbinsel mittlerweile zu denspannendsten Weinbau-Hotspots der Welt zählt. Eine fast grenzenlose Vielfalt an Rebsorten, junge Weinmacher, die nach einem Höchstmaß an Qualität streben, sowie ein über Jahrzehnte hinweg verfeinertes Knowhow – spanischer Wein hat all das, was ihm viele in der Vergangenheit nicht zugetraut haben. Und dann gibt es da noch Regionen, die mit Blick auf ihre Jahrhunderte alte Tradition, selbst in solch aufregenden Zeiten, mit Ruhe und Selbstsicherheit in die Zukunft blicken, gleichzeitig jedoch den Sprung nach vorne nicht verpassen. Gebiete wie die Rioja und die Navarra.

Heute ist die Rioja nicht nur eine der bekanntesten, sondern zugleich auch eine der schönsten Wein­regionen der Welt. Ihr großer Auf­stieg begann Ende des 19. Jahr­hunderts, als die Reblaus zunächst die franzö­sischen Wein­regionen zer­störte. Franzö­sisches Kapital und Knowhow suchte sich rasch einen neuen Platz, fündig wurde man in der Region am Ebro. In kurzer Zeit schossen viele große, heute legendäre, Bodegas aus dem Boden, mit atem­beraubender Archi­tektur und modernster Technik. Dort entwickelte sich der unvergleich­liche Rioja-Stil: Finessen­reich und elegant, superb-fruchtig, kraftvoll und dennoch seidig. Ein Stil, der sich stetig weiter­entwickelt hat, ohne dabei die Traditionen und die Identität der Region aus den Augen zu verlieren.

Strahlende Gewächse aus der Rioja Alta

Zwischen dem Westende der Region und ihren Aus­läufern bei Alfaro liegen rund 300 Meter Höhen­unter­schied, die das Anbau­gebiet mit seinen rund 65.000 Hektar auch klima­tisch in drei Regio­nen unter­teilen. Der Boden der hoch gele­gene Rioja Alta, die west­lichste und histo­rischste Teil­region, besteht vor allem aus Ton, mit Kalk- und Eisen­anteilen. Das milde Klima mit relativ hohen Nieder­schlägen lässt die wohl klassischsten Weine der gesamten Rioja entstehen, vor allem aus Tempranillo, die hier perfekte Wachs­tums­bedin­gungen mit warmen Tagen und kühlen Nächten findet. Im besten Fall sind die Weine von eleganten roten Fruchtaromen, einer dezenten Würze und feinen Tanninen geprägt, kraft­voll und gleich­zeitig herrlich subtil und komplex. Ganz hervor­ragend passen die Roten zu etwas kräf­ti­geren Fleisch­gerichten wie Wild­schwein oder »Calderata Pastoril«, einem tradi­tio­nellen Lamm-Eintopf der regio­nalen Küche.

Die groß­artigsten Bewahrer dieser tradi­tio­nellen Stilistik haben sich unter ande­rem rund um die Stadt Haro im Westen der Region, direkt am rech­ten Ufer des Ebros, angesiedelt. Neben der Bodega La Rioja Alta ist Lopez de Heredia wohl das ein­drucks­vollste Bei­spiel dafür, wie zeit­los große Rioja sein können …

Rioja Alavesa – Primus der spanischen Weinwelt

Am linken Ufer des Ebros findet man die Region Rioja Alavesa, den baski­schen Teil der Rioja und Shooting Star des spani­schen Wein­baus. Dort geht seit Jahren ordent­lich die Post ab, die besten Erzeu­ger liefern Weine, die bei den besten inter­natio­nalen Verkos­tern ein­stimmig in die Riege der größten Rot­weine der Welt gepackt werden. Remelluri, Artadi, San Vicente, Contador, Temo Rodriguez, um nur einige der besten zu nennen … Die Wein­gärten schmiegen sich hier direkt an die Berg­kette der Sierre Cantabria, hier bestimmt kühles Klima die Stilistik der Weine. Ton durch­zieht relativ ein­heit­lich die Böden, es ent­stehen saftige, hoch­aroma­tische und wunder­bar seidige Weine.

Rioja Oriental – Kraftprotz im Osten

Deut­lich heißer und stilis­tisch kraft­voller wird es in der Rioja Oriental, der öst­liche Aus­läufer der Region, gele­gen am rechten Ufer des Ebros. Haupt­rebe ist die Garna­cha, die hier beson­ders kernige und aroma­tische Weine hervor­bringt. Die Klassiker Tempranillo und Garnacha sind in der ganzen Rioja kaum weg­zu­denken, doch alte ein­heimische, fast schon ver­gessene Reb­sorten wie Graciano, Matu­rana und Mazuelo erleben eine kleine Renaissance und bewei­sen sich als kon­geniale Mit­spieler in vielen Cuvées.

Feinschliff à la Rioja

Undenkbar wäre in der Rioja der Ausbau der Weine ohne den Einsatz von Eichen­holz. Der Gebrauch spielt auch aufgrund der Richtlinien inner­halb der Denomi­nación de Origen Calificada, kurz DOCa, eine Rolle. Neben dem Priorat ist die Rioja die einzige Region Spaniens mit dem Rang einer DOCa, der höchsten Quali­täts­stufe des spanischen Weinrechts. Innerhalb dieser Klassi­fizierung bestehen Auflagen, welche unter ande­rem die Dauer der Gesamtlagerung der Weine sowie deren Lagerung im Holzfass oder Barrique festlegen. Generell unterteilt wird in die Stufen »Crianza«, »Reserva« und »Gran Reserva«, welche sich nicht nur in der Länge des Fassausbaus, son­dern auch in der generellen Reifezeit der Weine unterscheiden. Ein »Gran Reserva« darf erst nach 24 Monaten Eichen­fass­aus­bau und insgesamt fünf Jahren Reife auf dem Markt platziert werden, ein »Crianza« hingegen schon nach zwei Jahren, mit 12-monatiger Fassreife.

Durch den Aus­bau er­halten die Weine ihre herr­lich typi­schen vanille­arti­gen Aro­men und einen unver­kenn­baren Schliff. Viele New­comer kehren den tradi­tio­nellen Metho­den jedoch vermehrt den Rücken, verkür­zen den Kontakt von Wein und Eichen­holz, ver­wen­den franzö­sische statt ameri­kani­scher Eiche und ver­passen den Wei­nen so ein etwas frischeres und moder­nes Geschmacks­bild. Die großen Klassi­ker der Region stehen mit ihrer zeit­losen Ele­ganz und der enor­men Lager­fähig­keit noch immer an der Spitze der Rioja, gleich­zeitig sorgen die Young Guns dafür, dass es in der Region am Ebro niemals lang­weilig wird.

Navarra – Die keine Schwester der Rioja

Ganz und gar nicht lang­weilig wird es auch in der Navarra, 11.400 Hektar groß und nörd­licher Nachbar der Rioja. Im Norden grenzt die Region an die Pyrenäen, im Osten an Kata­lonien. Lange Zeit war die Region weniger für kräf­tige Rot­weine als für ihre fruch­tigen Rosados aus Garnacha bekannt. Mittler­weile nimmt der Anteil an Rot­wein jedoch zu, der Anbau von Tempra­nillo und inter­natio­nalen Reb­sorten wie Cabernet Sauvignon wird immer bedeu­tender.

Klima­tisch ist die Region eher hete­rogen. Konti­nentale, medi­terrane und atlan­tische Einflüsse, trocke­nere und feuch­tere Bereiche – das alles macht die Region auch zu einem idealen Gebiet für Weinbau­forschung, wie an der Estación de Viti­cultura y Enología de Navarra (EVENA). Je weiter nord­öst­lich Wein­bau betrieben wird, desto mehr wird der Ein­fluss der Pyrenäen spür­bar: Die Weine von Höhen­lagen bis 700 Metern fallen ele­ganter und fein­glied­riger aus, mit packenden Tannin- und Säure­strukturen. Hier wachsen die wohl spannend­sten Weine aus Navarra.

Tradition und Moderne. Zwei Begriffe, die so oft zusammen verwendet werden, gemein­sam jedoch meist nur wenig Aussage­kraft besitzen und fast schon kitschig klingen. In den beiden Regionen Rioja und Navarra sieht das anders aus: Tradi­tio­nelle Bereitungs­methoden, liebe­voll gepflegte autoch­thone Reb­sorten und zeitlose Weinstile vermischen sich mit moderner For­schung, kühnen jungen Köpfen mit Taten­drang und dem Mut zur Ver­änderung bei gleich­zeitiger Rück­besinnung auf die grund­legen­den Werte der Region. Wunder­bare Voraus­setzungen für eine blühende Zukunft!