Im Portrait

Nin-Ortiz

Ausblick Weinberge Nin-Ortiz im Priorat

Im Jahr 2004 kaufte Ester einige Parzellen in der Lage Mas d’en Caçador, die zweifelsohne zu den spektakulärsten und besten Lagen der Region Priorat gehört. Nordwärts gerichtet auf 650 Metern ü. M., eine der höchsten Lagen des Priorats mit uralten Terrassen. Doch diese besondere Lage fordert auch ihren Tribut. Die Arbeit im Weinberg ist nur mit dem Maultier möglich, was angesichts der extremen Steillage keine leichte Aufgabe ist. Bereits einige Jahre zuvor hatte ihr späterer Lebenspartner Carles Ortiz aus Barcelona, ebenfalls ausgebildeter Önologe, einen alten Weinberg namens Finca les Planetes unweit der Stadt Porrera erworben, und begann ebenfalls als einer der ersten im Priorat biodynamisch zu arbeiten. Natürlich dauerte es nicht lange bis sich die zwei Gleichgesinnten in der Stadt näher kennenlernten – die Familie Nin-Ortiz entstand. Stetig konnte der Betrieb erweitert werden mit weiteren herausragenden, alten Anlagen im Priorat und für die Weißweine teilweise auch in Esters Heimat Penedès. Die beiden sind Meister ihres Fachs im biodynamischen Anbau und ebenfalls Berater für andere Weingüter im Priorat in Umstellung zur Biodynamie. Zudem sind sie Mitglied in Nicolas Jolys La Renaissance des Appellations. Charakteristisch für die Weine von Nin-Ortiz ist ihre charmante, offene Art und die sehr prägnante Frische, die den Weinen ihre grandiose Feinheit und Balance verleiht. Das tiefe Verständnis für die Weinberge, die konsequent angewandte Biodynamie, die uralten Reben auf kargen Böden und der sorgsame, teilweise experimentelle Ausbau – häufig ohne Schwefel und auch mal in der Tonamphore – lassen hier große herkunftsbezogene Weine entstehen. Markant, ausdrucksstark, unikathaft aber immer auch charmant, trinkfreudig und hedonistisch stehen die Weine der Familie Nin-Ortiz für sich.