Im Portrait

Frontonio

Ein Mikro-Weingut, das ein gelebter Traum ist. Neben einer brennenden Leidenschaft für Wein setzt Frontonio auch jedes mögliche Statement für ein soziales Miteinander und ein Arbeiten im Einklang mit einem intakten Ökosystem.

Weinfeld Frontonio bei blauem Himmel

Angefangen hat alles mit Fernando Mora, der zu Hause in Saragossa in seiner Badewanne erste Gehversuche als Winemaker machte. Das Ergebnis war durchaus schon trinkbar, was ihn motivierte diesen Weg ernsthaft zu beschreiten und nach geeigneten Weinbergen suchen. Heute hat er es sogar bis zu den höchsten Weihen als Master of Wine geschafft.

Gefunden hat er seine Weinberge zusammen mit seinen beiden Partnern Francisco Latasa, Administration, und Mario López, der im Weinberg verantwortlich ist. Die Parzellen liegen fernab der großen Städte in Valdejalón, der wahrscheinlich am wenigsten bekannten Weinregion von Aragon. Die Lagen sind alte, wild in der Landschaft verstreute Parzellen mit Garnacha, Garnacha Blanca, Macabeo und Viognier. Alle Stöcke sind mindestens 45 Jahre alt, die ältesten sogar an die 100 Jahre.

Seine umtriebige Art und der rastlose Ehrgeiz brachten ihm innerhalb kürzester Zeit Anerkennung und Publicity des internationalen Weinjournalismus von Parker und Co. Im direkten Gegensatz zu den klar definierten ethischen Grundsätzen steht die Philosophie beim Weinmachen: »Wir wollen keine Regeln, wir vertrauen unserem Land, unseren Trauben und unseren Sinnen.«

Mountain vines, a cave, and a dream: to bring back a tradition. We do not want rules; we trust our land, our grapes, and our senses.

– We are Bodegas Frontonio.

Minimales Eingreifen in Weinberg und Keller, ausschließlich Lese von Hand, die Trauben werden hier noch gestampft. Eine kühle unterirdisch verlaufende Höhle dient als Weinkeller, in dem alles allein per Schwerkraft bewegt werden kann.

Das Experimentieren ist eine Konstante bei Frontonio. Jede Parzelle wird separat ausgebaut, was zu 45 verschiedenen Weinen führt, die in perfekter Symbiose cuvetiert werden. Je nach Wein und Parzelle werden dafür Beton, Eichenfässer und Halbstückfässer verwendet. Der Wein gibt den Weg vor. Was ist also die Lösung? » Probieren ist wichtig. Wir probieren alles abertausende Male.«

Hier entstehen phänomenale und einzigartige Weine, die die Sprache ihrer Herkunft sprechen. Elegant, aber mit Druck. Feine Mineralität und satte Frucht. Frontonio ist einer der absoluten Shooting-Stars der spanischen Weinszene. Schon vor Jahren richtig stark, heute richtig groß.