Domaine d'Eugenie

Vosne Romanee 1er Cru Aux Brulees 2019

Limitiert

seidig & aromatisch
strukturiert
frische Säure
96–98
100
2
Pinot Noir 100%
5
rot
13,0% Vol.
Trinkreife: 2027–2053
Verpackt in: 6er OHK
3
Lobenberg: 96–98/100
Galloni: 94–96/100
6
Frankreich, Burgund, Cote d'Or
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Vosne Romanee 1er Cru Aux Brulees 2019

96–98
/100

Lobenberg: Obwohl Eugenie im gehypten 1er Cru Aux Brûlées, der direkt oberhalb der großen Grands Crus sitzt, über einen Hektar besitzt, wird hier doch nur wenig für diesen Wein geerntet. Über die Hälfte des Materials wird in den Vosne-Romanée Village abgestuft. Die Reben sind im Schnitt 60 Jahre alt. Nur das oberste, beste Drittel der Parzelle fließt in diesen 1er Cru ein. Der Aux Brulées von d’Eugenie wird nach einer vier- bis fünftägigen Kaltmazeration mit 60% Ganztrauben vergoren, das ist das Minimum für Kellermeister Michel Maillard. Der Ausbau erfolgt zu zwei Dritteln in neuen Barriques. In der Nase eine überraschend kühle, präzise geschliffene Schwarzkirsche, total rein und transparent. Dann kommen minzige Obertöne auf, die sich mit der eugenie-typischen Kakao-Note zum Eindruck von After Eight verbinden. Eine helle Würze nach Schlehe, Darjeeling-Tee und Kumin vermischt sich mit dunkelmineralischen Tönen von Graphit und Goudron. Vom Village und dem Clos d’Eugenie kommend zeigt Aux Brûlées sich weniger charmant, etwas reduktiver, spannungsreicher und mineralischer. Dennoch immens konzentriert und in sich verwoben, wie ein unergründliches Labyrinth aus dunkler Kirsche, Stein und Gewürzen, das seine Geheimnisse noch nicht ganz offenbaren mag. Der Mund kommt dann überraschend griffig, beinahe kühl und so kompromisslos gerade wie ein Schweizer Bankier beim Vertragsabschluss. Schon immer noch überwiegend dunkel in der Aromatik – nicht wie 2018 wo dieser Wein überraschend rötlich war – aber dennoch von einer wunderbar erhebenden, präzisen Säurefrische getragen. Im Nachhall tauch wie aus dem Nichts das kreidige Tannine auf und beißt sich fest, hallt in Schwarztee und Graphit nach, die die dunkle Kirschfrucht immer fest umschlossen halten. Den hohen Ganztrauben-Anteil spürt man erst in diesem griffigen Finale so wirklich, das dennoch feinkörnig und samtig bleibt. Der Wein sollte seine 7, besser 10 Jahre Zeit bekommen, denn er geht – trotz des hedonistischen Jahrgangs – durchaus auch in die mineralische Schärfe und reduktive Spannkraft, die sich über Reife erst noch etwas entfesseln muss. Wer diese Rakete irgendwann nach 2030 zündet, wird ein gewaltiges Feuerwerk im Glas haben. 96-98/100

94–96
/100

Galloni über: Vosne Romanee 1er Cru Aux Brulees

-- Galloni: The 2019 Vosne-Romanée Aux Brûlées 1er Cru was due to be racked a month after my visit, which is why the nose was tighter and more backward than the le Clos d’Eugénie. With aeration, there are fleeting glimpses of blueberry and cassis. The palate is medium-bodied with chalky tannins and fresh black fruit laced with graphite and minerals. A 'vertical' Aux Brûlées brimming with tension on a peppery finish that is molded by the 60% whole bunch. Excellent, though it will need time. 94-96/100

Mein Winzer

Domaine d’Eugenie

Im Sommer 2006 erwarb Francois Pinault, einer der wohlhabendsten Franzosen, die Domaine Engel in Vosne Romanee. Nach dem Kauf wurde der Name in Domaine d'Eugenie geändert, in Erinnerung an Francois Pinaults Mutter. Pinault ist bereits seit Anfang der 90er auch der Besitzer von Chateau Latour. Kurz...

Diesen Wein weiterempfehlen