Reichsrat von Buhl

von Buhl Riesling VDP Gutswein trocken 2016

BIO

fruchtbetont
leicht & frisch
92+
100
2
Riesling 100%
5
weiß
12,5% Vol.
Trinkreife: 2017–2023
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 92+/100
Galloni: 91/100
Suckling: 90/100
6
Deutschland, Pfalz
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
von Buhl Riesling VDP Gutswein trocken 2016

92+
/100

Lobenberg: Vorbemerkung: Von Buhl ist in der Umstellung auf Biodynamie, jetzt bereits im dritten Jahr. Das heißt, ab 2017 ist all das hier verkostete zertifiziert. 2016 aber natürlich bereits komplett biodynamisch erzeugt. 100% Reben aus eigenen Weinbergen. Die Alkoholgradation liegt im Gutswein bei 12,5% Alkohol, der Großteil der Ortsweine liegt ebenfalls bei 12,5%, bei den GGs geht es dann hoch auf 13%. Alle Weine werden komplett durchgegoren, von Buhl möchte in Richtung unter 1 Gramm Zucker, da muss man den spontanen Hefen sicher etwas nachhelfen. Beim Gutswein muss die überall stattfindende Spontangärung unter Umständen mit etwas nachimpfen befördert werden, denn das Ziel bis auf möglichst 0 Restzucker zu gehen ist oberste Maxime. Spontanvergärung bedeutet entweder sehr lange Gärung, wie bei Heymann Löwenstein, dann muss es eben 2 Jahr blubbern. Ansonsten muss man wärmen, dann ist allerdings die Gefahr des biologischen Säureabbaus sehr hoch. Also dann der Gang in die Malolaktik und die Veränderung der Säure hin zu milderen Weinen, oder man impft eben etwas mit Hefen nach. Einer der Wege muss beschritten werden. Entweder viel Zeit, nachimpfen, oder biologischen Säureabbau riskieren. Ausbau aller Weine inzwischen im Holz. Auch der Gutswein wird im großen Holz ausgebaut. Der Gutswein 2016 ist sehr würzig, reif in der Säure. Reine Weinsäure ohne Spitze, aber eben ohne BSA. Sehr trocken, denn er ist bei fast 0 Restzucker. Trotzdem hat er durchaus Bumms, ist fein, und er spielt zwischen der präsenten Säure und dem feinen Extraktzucker. Wie 2015 eine sichere Bank und ein köstlicher Gutswein. 92+/100

91
/100

Galloni über: von Buhl Riesling VDP Gutswein trocken

-- Galloni: Representing von Buhl’s basic estate bottling, this is sourced largely from Forst, Deidesheim and the two tinier villages that lie to their immediate east: Niederkirchen and Friedelsheim. Literally (like nearly all von Buhl wines now), this fits the description that serves as the name of its non-estate counterpart: Bone Dry. And like that wine, it features a brightly juicy, brisk amalgam of apple, lemon and grapefruit laced with mineral salts and wreathed in flowers and herbs for a mouthwatering and ultra-refreshing finish. But here we have a formidable sense of extract-richness, added complexity of chalky underpinnings and nutty accents, invigorating, glowing citrus seed piquancy and tingling vibrancy. In short – yet more so than the 2015 – an exceptional Gutsriesling, not to mention an extraordinary value (ten euros at the cellar door). Kauffmann points out that extended lees contact and consequent avoidance of any SO2 application until bottling (which for this wine took place in late spring) helps convey the same sort of textural allure and productive tension that characterize his site-specific bottlings. 91/100

90
/100

Suckling über: von Buhl Riesling VDP Gutswein trocken

-- Suckling: Lovely ripe-pear character with just a whiff of smoke (from the lees). Generous but not heavy, fresh but not tart, this is a prototypic Pfalz dry riesling but more polished than many in this category. 90/100 Stuart Pigott

Mein Winzer

Reichsrat von Buhl

Von 2013 bis 2018 war die Stilistik der von Buhl Weine deutlich geprägt durch niemand geringeren als Mathieu Kauffmann. Der frühere Kellermeister des Champagner-Hauses Bollinger feilte hier an ausgesprochen trockenen und mineralisch geprägten Weinen. Weine puristischer Art!