Ultreia Valtuille 2016

Raul Perez

Ultreia Valtuille 2016

97–99
100
9
frische Säure, fruchtbetont
2
Mencia 100%
3
Lobenberg 97–99/100
Parker 98/100
5
Rotwein
13,5% Vol.
Trinkreife: 2022–2042
Verpackt in: 6er
6
Spanien, Bierzo
7
Allergene: Sulfite,

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lobenberg

Lobenberg über:Ultreia Valtuille 2016

97–99
/100

Lobenberg: Dieser Wein wächst in einer 1.1 Hektar großen Einzellage westlich der Gemeinde Valtuille. 1908 gepflanzt, über hundertjährige Reben. Der Wein verblieb fast zwei Jahre im Barrique, anstatt wie sonst üblich nur ein Jahr. Auf Grund von Mehltau war der Ertrag dermaßen reduziert, dass die Trauben so hochkonzentriert waren und viel von allem hatten, dass der Wein einfach mehr Zeit gebraucht hat. Was ist das denn für eine grenzgeniale Nase?! Wunderbare Kirsche und Johannisbeere, aber beides getrocknet und auf einer Granitplatte verrieben, dazu Rosmarin, Garrigues, Steinsalz, Muschelschale. Irgendwie schon ein bisschen abgehoben, weil die Nase gar nicht viel Frucht preisgibt, aber trotzdem so markant ist. Dann Tabak, Edelhölzer, auch ein bisschen funky mit vielleicht einem ganz kleinen Touch flüchtiger Säure, komplex, schwebend, grandios. Blind hätte ich das vielleicht sogar nach Pomerol gesteckt mit dieser getrockneten roten Frucht und dem massiven Mineralgehalt. Wow, der Mund ist brachial, eine salzige Attacke, intensiv, würzig, wieder mit diesem leicht angetrockneten Charakter, Himbeere, Sauerkirsche, Johannisbeere samt Stängeln, Kräuter, aber nichts Unreifes oder Sprödes, saftig ohne Ende. Eine unsterbliche Säurespur wie ein Tondonia, aber mit Karacho, das ist schon brutal intensiv in dieser Form. Die Tannine sind total samtig und seidig, alleine die salzige Mineralität gibt Gripp im Mund. Dennoch sollte man ein paar Jahre auf den Wein warten, denn die Säure-Stein-Salz-Energie in diesem Wein knallt schon ordentlich. Gnadenlos, da zieht sich alles zusammen mit diesem Schub von unten. Das ist schon einmalig. So was geht nur in Nordspanien glaube ich, diese brachiale Intensität aus der Säure und der Mineralität bei gleichzeitig totaler Reife und Eleganz der Frucht und des Tannins. Ein einzigartiger Wein, sogar in der Range von Raul Perez, wo jeder Wein ein unikathafter Ausdruck dieser famosen alten Weinberge ist, setzt der Valtuille nochmal einen drauf. Aber am besten ein paar Jahre im Keller verstecken, und erst mal den Mittelbau genießen, der nicht ganz so intensiv daherkommt. Außer man steht auf so etwas, dann Attacke. Immer wieder rollt diese pikante Sauerkirsche, die getrocknete Johannisbeere, Hagebutte, Thymian, Muschelschale wieder hoch. Die Gerbstoffe sind so fein, aber werden von der famosen Säure des recht kühlen Jahres 2016 einfach weggelasert. Ein eleganter, frischer und zugleich hochkonzentrierter Wein, der sich nie schwer anfühlt. Das ist schon wilder Stoff, was Raul Perez da abfüllt. Nicht für Zartbesaitete, das ist kein Wein zum Kuscheln. Aber man bekommt hiermit ganz viel wilde Mencia-Typizität aus Bierzo ins Glas und zwar auf allerhöchstem Niveau. Wine Advocate Luis Guitierrez hat 2016 zu einem der besten Jahre überhaupt im Norden Spaniens ausgerufen, und Raul Perez selbst sagt, dass 2018 das für ihn sogar noch knapp übertreffen kann. Auf jeden Fall braucht 2016 ein bisschen mehr Zeit. 97-99/100

Parker

Parker über:Ultreia Valtuille 2016

98
/100

-- Parker: The 2018 Ultreia Valtuille feels very young. Pérez explained that they used more new oak here because he thinks this is the most serious vintage of this wine ever and also his favorite. This is from a plot in Villegas on 100% sandy soils, and it's the twin plot to the Cepas Centenarias from Castro Ventosa, his family winery. As this was the first single-vineyard they produced, they called it simply Valtuille; but with the new classification, this should be called Villegas. This is serious and designed for the long run, subtle and elegant, with the profile of a grand cru, some baby fat and a touch of oak but with juicy tannins, gobsmacking balance and great length. Drink the 2018 La Vizcaína La Vitoriana while you wait for this. 2018 was a low-yielding year in this plot, and they got some 3,000 bottles from almost two hectares that have been organically farmed for some six years now. The first vintage was 2005, which was also bottled as Matador Raúl Pérez. This might change names in the future, as it might be confused with one of the new Vino de Villa. 98/100

Mein Winzer

Raul Perez

Nicht nur aufgrund seiner imposanten äußeren Erscheinung, sondern auch wegen seiner teilweise sehr unkonventionellen Arbeitsweisen, wird Raul Perez gerne als Rockstar-Winzer Spaniens bezeichnet. Mit seinem rauschenden Vollbart und seinem Hang zu dunkler Kleidung könnte er durchaus auch als Chef einer Rockerbande durchgehen. Man mag kaum vermuten, dass dieser bärtige Naturbursche einer der genialsten und einflussreichsten Winzer Nordspaniens ist. [...]

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