Raul Perez

Ultreia Rapolao Mencia 2019

Limitiert

frische Säure
fruchtbetont
97–100
100
2
Mencia 100%
5
rot
13,5% Vol.
Trinkreife: 2025–2045
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 97–100/100
6
Spanien, Bierzo
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Ultreia Rapolao Mencia 2019

97–100
/100

Lobenberg: Der Ultreia Rapolao stammt aus der ältesten Parzelle der Einzellage Rapolao, einem der kühlsten Weinberge der Gemeinde Valtuille. Der Wein reift über ein Jahr in französischen Barriques, kein neues Holz, in der Regel Zweitbelegung. Die Nase des Ultreia Rapolao ist genial. Zunächst eine schicke, konzentrierte Frucht, Schwarzkirsche, Sauerkirsche, ein bisschen Blaubeere und Himbeere, rotblaue Frucht, tief, voluminös und grandios poliert, alles greift ineinander. Die Nase ist wenig abgehoben, hat viel Charme und Frucht. Aber trotzdem haben wir hier diese abgefahrene Stein-Salz-Unterlegung, diese Muschelschalenmineralik mit etwas Lehm und Granit dazu. Rauchig, würzig, auch leicht angetrocknete Elemente in der rotblauen Frucht, Sauerkirsche, Blaubeere, Veilchen und Piment, schwarzer Pfeffer, ätherisch, balsamisch. Samtige Süße schon im Duft, die dem krassen Steincharakter gegenüber steht. Sehr spannend, hochkomplex, dicht, verwoben und verführerisch. Der Auftakt am Gaumen ist rassig, wunderbar balanciert, ganz fein, total polierte, samtig weiche Tannine kleiden den Mund aus. Schicke Sauerkirsche auch hier, dazu ein bisschen rauchige Himbeere, Schlehe, unsüße Pflaume ohne Fett, nichts ist massiv, alles fein, Hagebutte, erdig, lehmig, Tabak, Süßholz, dunkles Kakaopulver. Ganz feines Salz an den Zungenrändern. Bereits sehr harmonisch und schmeichelhaft. Ebenso spannungsgeladen und druckvoll saftig in der Säurestruktur. Elektrisierend in der kreidig-lehmigen Mineralität, aber alles balanciert und mit viel Frucht umhüllt. Das ist keine Qualitätsfrage, eher eine welchen Stil man lieber mag. Große Harmonie bei gleichzeitigem Feuer, Würze und Spannung der Mencia aus Bierzo. Diese getrocknete, verspielte, ätherische Rotfruchtigkeit mit blaufruchtigem Touch ist schon ganz wunderbar. Dazu die total reife Säure und die butterweichen Gerbstoffe bei elektrisierender Mineralität und feurigem Temperament. Unendlich lang, rollt immer wieder hoch, hauchfeine Salzigkeit. Das ist schon ein Gesamtpaket der Extraklasse. Sicher kein Blockbuster und auch sicher nicht so elegant wie ein Pinot Noir von der Côte de Nuits, aber die rustikale Eleganz Nordspaniens nahe der Perfektion. Die totale Harmonie eben bei gleichzeitiger Spannung und feinster Power. Das ist groß. 97-100/100

Mein Winzer

Raul Perez

Nicht nur aufgrund seiner imposanten äußeren Erscheinung, sondern auch wegen seiner teilweise sehr unkonventionellen Arbeitsweisen, wird Raul Perez gerne als Rockstar-Winzer Spaniens bezeichnet.

Diesen Wein weiterempfehlen