Arbossar 2021

Terroir al Limit: Arbossar 2021

Zum Winzer

95–97
100
2
Carignan 100%
5
rot, trocken
14,0% Vol.
Trinkreife: 2025–2042
Verpackt in: 6er
9
pikant & würzig
saftig
tanninreich
3
Lobenberg: 95–97/100
Parker: 95/100
6
Spanien, Priorat
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Arbossar 2021

95–97
/100

Lobenberg: Knapp 75 Jahre alte Carignan von einem schattigeren Nordhang. Spontan vergoren und seit 2017 nur noch im Beton ausgebaut. Hier beim Arbossar, einer der ersten Weine ohne Holz, greift die neue Strategie von Dominik Huber schon voll. Es soll mehr Sorten- und Lagentypizität herausgearbeitet werden und der Ausbau in den Hintergrund treten. Nach und nach wird der Holzeinfliuss bei allen Weinen reduziert, um noch Terroir-getreuer zu werden. Dunkle reife Frucht ohne wirkliche Extreme, reich und warm. Damaszenerpflaume und satte, reife Schwarzkirsche, etwas Amarena und Rumtopf. Schiefer am Gaumen, dazu reife dunkle Frucht. Die Mineralität des Schiefers und Frische der Nordexposition obsiegen über die Geschmacksintensität der Frucht, die aber durchaus auch mit roten Elementen und elektrisierender Spannung durchblitzt. Der Wein ruht so wohltuend in sich. 95-97/100

Jahrgangsbericht

Der Winter 2020/2021 brachte zwischen Dezember und März sehr viel Regen und Schnee, auch etwas Frost. Die Böden waren vor dem Austrieb der Reben mit ordentlichen Wasserreserven gefüllt – ein guter Start in den Jahrgang 2021. Die Blüte verlief bis auf kleine Verrieselungen ziemlich normal, kein Frost, kein Mehltau. Dann folgten nach einem trockenen Mai noch vor der Blüte große Regenmengen im Juni. Nach der Blüte begann ein sehr trockener, warmer, teils heißer Sommer. Hitze- und Trockenstress waren die Folge, die Reben machten ab Mitte August total dicht, um sich zu schützen. Die Beeren waren zu diesem Zeitpunkt dickschalig und kerngesund, Sorge bereitet aber die phenolische Reife, die durch den Stillstand der Reben nicht erreicht werden konnte. Dieses Phänomen gab es in allen Regionen der nördlichen Hälfte Spaniens, also in allen Topregionen. Von Anfang September bis zum 25. September gab es einige Tage satten Regen. Durch die neue Wasserversorgung setzten Photosynthese und Reifung sofort ein. Ab dem 25. September war es trocken, extrem sonnig und warm, nachts sanken die Temperaturen deutlich. Fünf traumhafte Wochen mit großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nach und hochintensiver Sonne folgten. Diese große Kühle, ja Kälte der Nächte, nach dem letzten Regen vom 25. September, gilt als der Schlüssel zu diesem großen, reifen und zugleich frischen Cool-Climate-Jahrgang. Das Ergebnis waren überall hochgesunde, dickschalige Beeren mit sattem Tannin und hoher Säure vor der Lese im Herbst. Die Weine sind weniger extremreif und immens als 2019, aber deutlich aromatischer und reifer als 2018, mit einer Frische, die ihresgleichen sucht.

95
/100

Parker über: Arbossar

-- Parker: The 2021 Arbossar matured exclusively in concrete, and they also shortened the élevage because they saw that a longer élevage tired the wines a little too much and decided to bottle them before the following harvest. The wine is clean and precise, like a laser cut, with focus and red rather than black fruit. It's medium-bodied, has moderate alcohol, 13.5%, and very fine tannins. A surprisingly elegant Cariñena. This is a cool vineyard that delivers serious wines. 4,266 bottles were filled in July 2022. 95/100

Mein Winzer

Terroir al Limit

Was passiert, wenn ein Münchner im fernen Spanien ein Weingut aufbaut, sich das Knowhow von einem der größten Erzeuger Südafrikas einholt und beide das Ziel haben, nach burgundischem Vorbild Weine von Weltformat zu erzeugen?

Arbossar 2021