Spätburgunder *** trocken 2019

Reinhold und Cornelia Schneider

Spätburgunder *** trocken 2019

tanninreich
fruchtbetont
94
100
2
Spätburgunder 100%
5
rot
13,5% Vol.
Trinkreife: 2024–2036
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 94/100
6
Deutschland, Baden
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Spätburgunder *** trocken 2019

94
/100

Lobenberg: Familie Schneider hat in den warmen Jahren 2018, 2019, 2020 die Laubarbeit voll auf ein wärmeres Jahr eingestellt, das war ein bisschen Poker, aber im Endeffekt dann ja goldrichtig bei diesen Jahren. Auf der Sonnenseite haben sie die Blätter überwiegend stehen lassen, nur die Schattenseite entblättert. Somit gab es hier nahezu keine Sonnenbrandbeeren, keine Rosinen, nichts Eingetrocknetes. Eine hoch intensive, aber superspannende Nase. 2019 ist schon ein absolutes Top-Jahr für deutschen Spätburgunder, wenn denn richtig gearbeitet wurde. Es ist etwas kühler als 2018, aber dennoch vollreif, mit satter Fülle und immens viel Tanningrip. Die Beerenhäute waren sehr dick und die Saftausbeute gering, hochkonzentrierte Weine. Volle Reife, hedonistisch, cremig, dicht und doch kühl, einfach wunderbar. Sauerkirsche, Johannisbeeren, Kakaopulver, geröstete Espressobohnen. Am Gaumen vollkommen anders als es das Nasenbild suggeriert: die Detailtreue wird von seiner grandiosen Balance in den Schatten gestellt, ein Wein aus einem Guss, von bestechender Eleganz und Frische. Säuerliche Waldbeeren, Johannisbeere, Cranberry, sauerkirschige Säurespur. Das Ganze läuft auf einer sehr festen Struktur, kalkig, griffig, herbsaftig und wollüstig in seiner Intensität. Dicht bepackt mit total reifen Tanninen endet er in einem herb-erfrischenden Finale. Ein extrem guter Pinot, dem man ruhig noch etwas Zeit geben sollte. 94/100

Mein Winzer

Reinhold und Cornelia Schneider

Das Weingut Reinhold & Cornelia Schneider existiert erst seit 1981. Damals entschieden die Schneiders aus der örtlichen Genossenschaft auszutreten. Nun wollten die besonders Ehrgeizigen und Begabten alles nur der Qualität unterordnen, daher mussten sie lernen neue Wege zu gehen.