Rudolf Fürst

Spätburgunder Klingenberger Schlossberg Großes Gewächs trocken 2017

Spätburgunder Klingenberger Schlossberg Großes Gewächs trocken 2017
RebsorteRebsorte
Spätburgunder 100%
BewertungBewertung
Lobenberg 98-100/100
Pirmin Bilger 20/20
Elias Schlichting 95-97/100
WeinWein
Rotwein
barrique
13,5% Vol.
Trinkreife: 2022 - 2043
Verpackt in: 3er
LageLage
Deutschland
Franken
Allergene
Sulfite

  • 152,50 €

1,5 l · 37812H

101,67 €/l

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Lobenberg

Lobenberg über:
Spätburgunder Klingenberger Schlossberg Großes Gewächs trocken 2017

98-100/100
Lobenberg: Der Schlossberg ist eine atemberaubende Steillage, die sich direkt über der Stadt Klingenberg erhebt, es gibt einen ummauerten Teil wie einen Clos im Burgund, der der Familie Fürst gehört, und einen weiteres Stück, dass sich aus der Stadt hinaus den Hang entlang zieht, immer noch sehr steil und steinig. Es ist die heißeste Lage von Fürst. Süd-, Südwestexposition, also sehr warmer Nachmittag. Viele Trockenmauern und Terrassen mit teilweise nur zwei Reihen, manchmal sogar nur einer. Hier ist alles Handarbeit, wie an der Terrassenmosel, nur gibt es hier keine Einzelpfahlerziehung, sondern Drahtrahmen und zwar in extremer Dichtpflanzung von teilweise weit über 10.000 Reben auf dem Hektar. Bei Fürst wird zu Beginn immer eine Kaltmazeration von zwei bis drei Tagen durchgeführt, denn die unentrappten, völlig intakten Trauben werden in die Bütt gelegt. Danach wird das möglichst vorsichtig Entrappte darüber geschichtet, aber nicht angequetscht. Das Ganze verbleibt dann mehrere Tage und dann wird langsam die Temperatur im Raum erhöht. Es gibt also keine Trockeneiskühlung, sondern nur Kühlung mit Kühlplatten. Dann wird das entfernt und Stück für Stück beginnt die Gärung. Es wird die ersten acht bis zehn Tage überhaupt nicht gestampft, d.h. wir haben eine Vergärung in der teilweise ganze, intakte Beeren verbleiben bis zur Pressung. Zwischendurch wird dann allerdings auch mit einem Stößel untergestoßen. Wir haben also eine Kombination aus teilweiser Macération Carbonique innerhalb der Beeren und gleichzeitig einen oxidativen Ansatz. Das gibt eine größere Vielschichtigkeit und eine größere Fruchtstärke. Im Jahr 2017 betrug der Rappenanteil bis zu 80%. Nach dem eher schwierigen, sehr feuchten und von Frost betroffenen Frühjahr verliefen Sommer und Herbst dann eigentlich sehr gut, auch 2017 war insgesamt ein eher warmes Jahr, dennoch ist es bei der Charakteristik sowohl beim Riesling als auch beim Spätburgunder eher ein fruchtstarkes, kühler wirkendes Jahr. Aus dem Schlossberg kommen immer die rotbeerigsten und farbstärksten Pinot Noirs von Fürst, die 2017er sind tendenziell aber eher hellfarbig. Was man bei den 2017ern ob ihrer zarten Art und der unglaublichen Feinheit leicht übersehen mag, ist diese Power und dieser Druck aus den doch erheblich niedrigen Erträgen dieses Jahres, das wird sich über ein paar Jahre im Keller dann Stück für Stück freilegen. Am Ende sind sie mit Reife durchaus geeignete neben kräftigen Speisen und auch dunklem Fleisch bestehen zu können. Die Power braucht ein paar Jahre der Entwicklung, auch wenn sie nie die Dichte der üppigen 2015er und der eleganten Kraftbolzen 2016 erreichen werden, sie bleiben immer zarte Versuchungen, bleiben immer Chambolle-artig, aber Druck und Power haben sie allemal. Die Nase ist deutlich fokussierter, der Lage entsprechend hat sie mehr Druck als die des Centgrafenberg, mehr Kirsche, Sauerkirsche und viel süße Kirsche, feine Himbeere darunter, die florale Note ist etwas intensiver, Veilchen und Rosenblätter, schwarzer Pfeffer, aber auch hier viel Charme, bloß mit etwas mehr Druck und weniger verträumt entschwindend. Der größere Unterschied ist im Vergleich zur Nase dann aber der Mund, hier kommt richtig viel Schub. Ein rassiger Auftritt am Gaumen, die Augen ziehen sich zusammen, die Zunge rollt sich, sehr saftig, tänzelnd aber schiebend. Seidigste Tanninmassen, die im salzigen, unglaublich langen Nachhall zum Tragen kommen, immens Frisch wirkend, fast Pimentpfeffer und Chili-artig in der Schärfe der Mineralik. Dazu diese Schlehe, Sauerkirsche, etwas Kirsche und Johannisbeere, das hat schon immensen Druck und Power in einem so zarten, köstlichen, delikaten Fruchtbömbchen. Ich bleibe dabei, Fürst stellt 2017 eine Kollektion vor, die so unglaublich verträumt ist, die aber dennoch die Faust im Samthandschuh ist, nur dass es hier kein Samt- sondern ein Seidenhandschuh ist. Dieser Wein aus Klingenberg mag zu einem der unterschätztesten Weine des Jahrgangs gehören, für mich ist das ein Riese in Feinheit. Ich bin völlig begeistert. 98-100/100
Pirmin Bilger

Pirmin Bilger über:
Spätburgunder Klingenberger Schlossberg Großes Gewächs trocken 2017

20/20
-- Pirmin Bilger: Der Anteil an Rappen variert das Weingut je nach Jahrgang. Bei wärmeren Jahrgangen, wenn die Weine etwas mehr Frische vertragen können, fügen Sie einen grösseren Anteil an Rappen dazu und bei kühleren Jahrgängen entsprechend weniger. Beim Schlossberg GG wurde im 2017 mit rund 65 bis 75% Ganztrauben Vergährung gearbeitet. Die Aromatik zeigt eine etwas kühlere und würzigere Note und hat einen grösseren Anteil an schwarzbeerigen Aromen. Am Gaumen kommt dann eine erstaunlich füllige Extraktsüsse zur Geltung und verblüfft mit einer vielfältigen rotbeerigen Aromatik. Auch hier steht eine ganz starke Struktur, eine Struktur eines grossen Weines im Hintergrund. Das ist schon phänomenal gut und gehört mitunter zum Besten was ich in Sachen Pinots bis jetzt probiert habe. 20/20
Elias Schlichting

Elias Schlichting über:
Spätburgunder Klingenberger Schlossberg Großes Gewächs trocken 2017

95-97/100
-- Elias Schlichting: Intensive und sehr expressive, dunkelwürzige Nase, die Kirsche ist eher schwarz, Himbeere ohne Süße, etwas Holunder, Lorbeer, viel Veilchen, sehr dezente Holzwürze im Hintergrund. Wirkt insgesamt etwas dunkler als der strahlende, extrem charmante 2016er letztes Jahr. Der Gaumen ist dunkelbeerig-saftig, von Brombeer, Lorbeer und einem Hauch Cassis geprägt, dann kommt auch Sauerkirsche durch, die Säure ist weniger prägnant als bei den zuvor probierten Rheinhessen, verleiht sanften, eleganten Schub ohne Biss, sehr ausgeglichen und fein. Die dunkle Kirschfrucht zieht sich lang, fast ewig lang über den Gaumen, feine Blaubeersüße, ultrafeines Tannin, hohe Reife und perfekter Holzeinsatz führen hier wie immer zu einer Balance der höheren Art. Der 2017er ist gleichzeitig konzentriert und filigran, aromatisch-fruchtstark aber auch dunkel und vielleicht nicht ganz so charmant wie 2016 oder 2015, dennoch eine große Freude für Finessetrinker. 95-97/100
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Rudolf Fürst

Franken ist Frankreich nicht nur phonetisch ganz nahe. Wer behauptet, dass exzellenter Pinot Noir, also Spätburgunder nur aus dem in Frankreich gelegenen Burgund stammt, hat mindestens die letzte Dekade verschlafen. [...]

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