Spätburgunder Idig Großes Gewächs 2020

Christmann: Spätburgunder Idig Großes Gewächs 2020

BIO

Zum Winzer

96–98
100
2
Spätburgunder 100%
5
rot, trocken
12,5% Vol.
Trinkreife: 2024–2045
Verpackt in: 6er
9
seidig & aromatisch
strukturiert
pikant & würzig
3
Lobenberg: 96–98/100
Meininger: 97/100
Decanter: 95/100
Falstaff: 95/100
6
Deutschland, Pfalz
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Spätburgunder Idig Großes Gewächs 2020

96–98
/100

Lobenberg: Ein guter Teil der Guts- und Ortsweinflächen des Spätburgunder wurde ins neue Sektgut Christmann & Kauffmann abgegeben. Das Weingut verfügt nur noch über Erste und Große Lagen, entsprechend werden alle Weine so vinifiziert, dass sie auch ein Erstes oder Großes Gewächs werden könnten. Die geschmacklich nicht ganz an 1G oder GG heranreichenden Partien werden dann zu der neu entstandenen Kategorie aus den Lagen zusammengefasst. Hier steht auch ein Stück einer burgundischen Top-Selektion Massale, die Steffen Christmann 2008 selbst angelegt hat. Daneben auch deutsche Genetik, die weniger Konzentration, aber mehr Frische bringt. Der Idig ist Christmanns Paradelage, ein fast reiner Südhang. Wie ein Kessel gen Westen gegen kühle Winde geschützt, mit einem extrem steinigen Kalkmergel-Boden. Sophie Christmann, Tochter von Steffen Christmann, hat nach dem Geisenheim Studium unter anderem bei Julian Huber gearbeitet und spätestens dort eine besondere Leidenschaft und ein Händchen für Spätburgunder entwickelt. Die Rieslinge von Christmann sind schon lange Oberklasse und auch die Spätburgunder steigen so langsam auf ein ähnliches Level. Nur wenig Pigeage, eher zarte Vinifikation. Spontangärung mit nur 30 Prozent Rappenanteil im Edelstahl. Der Ausbau erfolgt genau wie beim Idig Spätburgunder im Barrique mit geringem Neuholz-Anteil von rund 15 bis 20 Prozent. Süße Schattenmorelle, zarter Rauch, Blaubeere, Maulbeere, eine wirklich köstliche Frucht, sehr delikat und fein, dennoch mit immenser Dichte. Man spürt, dass Sophie die Rappen und das Holz runtergefahren hat, es wirkt feiner und eleganter. Diese geniale Frische aus der Sauerkirsche verbindet sich mit etwas druckvollerer Schwarzkirsche. Viel salzige Kreide im Finale, sehr fein, einnehmend, samtige Tannine. 2020 ist so ein wunderbar balanciertes, harmomisches Jahr mit genialem Zusammenspiel aus der Frische von 2017 und der hohen Intensität eines warmen Jahres. Die Tiefe ist beeindruckend, aber es trinkt sich so leichtfüßig und animierend, dass man die gewaltige Struktur nur am Rande wirklich wahrnimmt. Es ist anders als der Blockbuster 2019, feiner und leiser, aber vielleicht dadurch auch mehr pinot’esque in der Art, das passt schon sehr gut. Ich glaube, das ist Sophies bester Idig bisher. 96-98/100

97
/100

Meininger über: Spätburgunder Idig Großes Gewächs

-- Meininger: Erstmals überhaupt vergaben wir 97 Punkte für einen deutschen Pinot: Gratulation an Sophie und Steffen Christmann, denen mit dem 2020 Idig der ganz große Wurf gelungen ist! Kein anderer Pinot vereint so elegant animierende Frische, Frucht und zugleich Struktur und eine ausgeprägte Würze. 97/100

95
/100

Decanter über: Spätburgunder Idig Großes Gewächs

-- Decanter: Although recently not quite showing its potential, the 2020 vintage proves that Christmann's top vineyard Idig really has it: it yields great Pinot Noir as well as Riesling. Everything comes together here: unobtrusive notes from a percentage of whole bunch, subtle integration from ageing in predominantly used oak barrels. Most impressive is the range of aromas: dark fruit, candied mallow blossom, a blend of oriental spice. The wine pursues a very slender, elegant line. Everything seems interwoven and coherent. 95/100

95
/100

Falstaff über: Spätburgunder Idig Großes Gewächs

-- Falstaff: Etwas rauchig im Duft, Neuholz, dunkle Himbeere, Herzkirsche, Pinot-Beeren. Kraftvoller Gerbstoff, dicht, komplett auf Potenzial gekeltert, mit reifer, gut tragender Säure, aber auch mit geschmeidigem Fond und hohem Aromenpotenzial in der saftigen Abgangsfrucht. 95/100

Mein Winzer

Christmann

Seit 1996 wird das Weingut von Steffen Christmann in der 7. Generation geführt. Seit 2004 gänzlich dem ökologischen und nun auch dem biodynamischen Anbau verschrieben. Die Umstellung hat einen Nebeneffekt: Christmanns Weine erreichen trotz längerer Vegetationsperioden und höherer physiologischer...