Lobenberg: Die ältesten Reben des Weingutes, ca. 40-50 Jahre alt. Fast nur deutsche Klone. Das Buntsandsteinterroir im Hundsrück enthält etwas mehr Tonanteil, der Wein ist deutlich massiver, konzentrierter. Wenn wir in der Burgunder-Thematik bleiben gehen wir bei diesem Wein doch langsam aus der Côte de Beaune in die Côte de Nuits und nähern uns Chambolle-Musigny, sowohl in der konzentrierten, fast puristischen Kirschnase, als vor allen Dingen in dem extrem druckvollen und von hoher Säure perfekt balancierten Mund. 13% Alkohol, komplett durchgegoren. Diese Paradelage des Ortes liegt am Rande des Centgrafenbergs, steil abfallend mit Abbruchkante. Die intensivste Nase der drei großen Gewächse. Ungeheure Wucht, Dichte, Kirsche in allen Schattierungen, aber auch Holunder, Lorbeer, Garrigue, feine Würze. Der Mund, obwohl knochentrocken, von extrem hoher Intensität, sattes Tannin, satte Kirschigkeit, aber auch ein wenig schwarze Früchte, Maulbeere, Asche, geflämmtes Holz, Fleisch, unglaubliche Länge. Der Wein will gar nicht wieder aufhören am Gaumen zu kleben. Sensationelle Intensität durch den kleinen 30%-igen Rappenanteil. Das macht ungeheure Freude, es ist ein feines, tänzelndes Wunder. Nicht ganz so laut wie der 13er in seiner unendlichen 14er Feinheit. Vielleicht das schönste der drei GG’s und auf jeden Fall ein ganz großer Wein. 97-99/100