Spätburgunder Herrenberg Großes Gewächs 2019

Jean Stodden

Spätburgunder Herrenberg Großes Gewächs 2019

strukturiert
seidig & aromatisch
frische Säure
97
100
2
Spätburgunder 100%
5
rot
13,5% Vol.
Trinkreife: 2024–2042
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 97/100
Falstaff: 95/100
Suckling: 94/100
6
Deutschland, Ahr
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Spätburgunder Herrenberg Großes Gewächs 2019

97
/100

Lobenberg: Das Große Gewächs aus dem Herrenberg wächst im nicht flurbereinigten Teil, hier stehen 55 bis 60 Jahre alte Reben. Der nach den alten Reben grandiosesten Wein bei Stodden. Die Vergärung geschieht zu 100 Prozent im Stahl, immer komplett entrappt. Bei Stodden wird grundsätzlich spontan vergoren. Die Nase ist würzig, deutlich dunkler als der Sonnenberg, hier haben wir den klaren Abdruck des Schiefers schon in der Nase. Rauch und Eisen, fast ins Jodige reingehend, getrocknete Cranberry, Schlehe, ätherisch, kräuterwürzig, Eisenkraut und Rosmarin. In der Aromatik schon ziemlich deutlich den Weinen vom Corton-Berg im Burgund ähnelnd mit dieser rauchigen, dunklen Mineralität. Der Wein wirkt eleganter, kühler weniger süß als der Sonnenberg, noch steiniger, noch würziger und verblüffenderweise zugleich auch feiner, erhabener, etwas geschliffener. Der Mund ist total fein, fokussierter und salziger als der reichere Sonnenberg. Mit wilder Mineralität aus dunklem Gestein und herber Kräuterwürze, schwarzer Pfeffer, Veilchen, dunkle Röstaromen. Der Mund ist verblüffend, weil er einerseits so kompromisslos geradeausläuft in der Mineralität und dem Gestein, fokussiert und geschliffen, elegant und durch die schicke Säure ganz fein wirkend. Andererseits kommt im Nachhall dann diese schöne druckvolle Süße, dieser Charme aus total reifer Frucht, Valrhonaschokolade, Süßholz und schöner Herzkirsche an den Seiten. Mit animierender Spannung, mit Saft und Kraft, mit fast leichtfüßigem Schub von unten heraus. Das wirkt nie schwer, gar nicht üppig am Gaumen, weil die Energie und die Frische so groß sind, dass sie den Wein trotz seiner würzigen Konzentration wunderbar tragen. Insgesamt tatsächlich zart und tänzelnd mit schöner Länge. Famose Länge und ein fast kühler, kräutrig-mentholiger Nachhall. Etwas weniger würzig als Meyer-Näkel, ein klein wenig mehr auf der Frucht laufend, aber dennoch mit diesem kompromisslosen Mineralkern der Ahr – eben ein grandioser Pinot Noir vom Schiefer. Die Intensität von 2019 ist schon sehr famos. 97/100 // Lobenberg in Wiesbaden: Eigenwillig, Blut und Erde, Schiefer und Erdbeere, würzig, blutig, Eisen. Schräg und schön zugleich. 96+/100

95
/100

Falstaff über: Spätburgunder Herrenberg Großes Gewächs

-- Falstaff: Dezentes Holz, etwas Wildpflaume, Unterholz, Mandel. Dann florale Täöne und Noten vom Baumharz. Welche eine Komplexität! Im Mund greift mürbes, körniges Tannin fest an, der dominante Extraktkern erweckt den Eindruck großer Reifefähgkeit und großer Reifebedürftigkeit. 95/100

94
/100

Suckling über: Spätburgunder Herrenberg Großes Gewächs

-- Suckling: Tons of black cherry and spice to the expansive bouquet. Rich and well structured with lively acidity that provides an excellent counterpoint to the bold tannin. Long, imposing finish with considerable complexity. Drinkable now, but best from 2023. 94/100

Mein Winzer

Jean Stodden

»Im Einklang mit der Natur alles tun, um Wein zur Vollendung zu bringen. Die Weinberge sind das Pfund, mit dem wir wuchern können.« Dieser Feststellung vom jetzigen Winzer, Jean Stoddens Sohn Alexander, beschreibt schon exakt die Philosophie, mit der hier am Weingut seit Generationen grandiose Weine...