Spätburgunder Idig Großes Gewächs 2019

Christmann: Spätburgunder Idig Großes Gewächs 2019

BIO

Zum Winzer

97
100
2
Spätburgunder 100%
5
rot, trocken
12,5% Vol.
Trinkreife: 2023–2044
Verpackt in: 6er
9
seidig & aromatisch
strukturiert
pikant & würzig
3
Lobenberg: 97/100
Suckling: 96/100
Gerstl: 20/20
6
Deutschland, Pfalz
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Spätburgunder Idig Großes Gewächs 2019

97
/100

Lobenberg: Der Idig ist Christmanns Paradelage, ein fast reiner Südhang. Wie ein Kessel gen Westen gegen kühle Winde geschützt mit einem extrem steinigen Kalkmergel-Boden. Sophie Christmann, Tochter von Steffen Christmann, hat nach dem Geisenheim Studium unter anderem bei Julian Huber gearbeitet und spätestens dort eine besondere Leidenschaft und ein Händchen für Spätburgunder entwickelt. Die Rieslinge von Christmann sind schon lange Oberklasse und auch die Spätburgunder steigen so langsam auf ein ähnliches Level. Relativ früh gelesen in 2019, dann als Ganztraube eingemaischt, anschließend Kaltmazeration. Nur wenig Pigeage, eher zarte Vinifikation. Spontangärung mit nur 20 Prozent Rappenanteil im Edelstahl. Der Ausbau erfolgt genau wie beim Idig Spätburgunder im Barrique mit geringem Neuholz-Anteil von rund 15 bis 20 Prozent. Süße Schattenmorelle, zarter Rauch, Kreidestaub. Man spürt, dass Sophie die Rappen und das Holz runtergefahren hat. Strahlend und klar, nicht üppig, nicht laut, eher erhaben und ruhig wie der Idig auch beim Riesling ist. Diese geniale Frische aus der Sauerkirsche verbindet sich mit etwas druckvollerer Schwarzkirsche, dann kommt nur feine, verspielte, salzige Himbeere im schwebenden, ganz feinen Nachhall. Zarte Struktur, ein Wein der Luft, wenn man einen Vergleich mit dem Burgund anstreben mag, ist das am ehesten ein Volnay in dieser filigranen Art. Aber wenn man ehrlich ist, schafft Sophie es hier einen wunderbaren Terroirwein der Pfalz zu vinifizieren mit dieser delikaten, saftigen Frucht, dass sich jeder Vergleich mit dem Burgund eigentlich erübrigt. 2019 ist nochmal eine klare Steigerung zu 2018, ein tolles Jahr für Sophie. Ich bin begeistert von diesem feinen Pinot. 97/100 // Lobenberg in Wiesbaden: Weiche Nase und weicher Mund, raffiniert und fein. So gar keine Wuchtbrumme sondern dem Chrakter der Weinmacherin entsprechend feminin, weich, überaus charmant. Schöne hintergründige Kirschfrucht. Eher abgehobener Genuss und Hedonismus als Power. Schick aber nicht ganz groß. 95-96/100

96
/100

Suckling über: Spätburgunder Idig Großes Gewächs

-- Suckling: Very deep and dark with huge, fine tannins that are already beautifully integrated, this is an imposing wine with clove, black-cherry and bitter-chocolate notes, as well as ripe black cherries and forest berries. Lovely “sweetness” that makes the finish very sensual. Excellent aging potential. From biodynamically grown grapes with Respekt certification. Drinkable now, but best from 2023. 96/100

20
/20

Gerstl über: Spätburgunder Idig Großes Gewächs

-- Gerstl: Der IDIG spielt in einer eigenen Liga. Hier scheinen sich alle Genialitäten der vorhergehenden Weine in einem Wein vereint zu widerspiegeln. Wie auch bei den ganz grossen Burgundern ist bei diesem Grand Cru der Duft sehr fein und noch nicht so offenherzig. Die Aromatik ist aber von einer unvergleichlichen Noblesse und Eleganz geprägt, wie man sie von den ganz grossen Weinen kennt. Der IDIG strahlt eine faszinierende Tiefe und Kraft aus, bleibt aber immer in seiner delikaten Feinheit. Was in der Nase noch zurückhaltend wirkt, erscheint dann am Gaumen fast explosivkräftig. Mir bleibt kurz der Atem weg. Das ist ein Pinot von einem an-deren Stern, so kenne ich das nur von grossen Burgundern. Süsse Fülle und komplexe Aromatik, unterstützt von einer perfekten Struktur. Die warme und reife Fruchtaromatik verbindet sich ideal mit der frischen und lebendigen Säure. Dieser Wein hat die Höchstnote mehr als nur verdient, er wird für viele Jahre höchsten Pinot-Genuss bieten. (pb) 20/20

Mein Winzer

Christmann

Seit 1996 wird das Weingut von Steffen Christmann in der 7. Generation geführt. Seit 2004 gänzlich dem ökologischen und nun auch dem biodynamischen Anbau verschrieben. Die Umstellung hat einen Nebeneffekt: Christmanns Weine erreichen trotz längerer Vegetationsperioden und höherer physiologischer...