Spätburgunder Alexander die Grossen Flutedition 2020

Jean Stodden: Spätburgunder Alexander die Grossen Flutedition 2020

Limitiert

Zum Winzer

96–98
100
2
Spätburgunder 100%
5
rot, trocken
13,0% Vol.
Trinkreife: 2027–2048
Verpackt in: 6er
9
tanninreich
saftig
seidig & aromatisch
3
Lobenberg: 96–98/100
6
Deutschland, Ahr
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Spätburgunder Alexander die Grossen Flutedition 2020

96–98
/100

Lobenberg: Der 14. Juli 2021 ist der tragische Stichtag der Flut, die in die Geschichtsbücher dieser Region eingehen wird. Der Pegel 735 ist nach der Pegelhöhe während dieser Flut im Juli 2021 benannt. Stoddens Barrique-Keller war vollständig geflutet und alle Fässer mit den darinliegenden 2020ern sind durcheinandergeraten. Auch das Kellerbuch befand sich dort und war somit ebenfalls verloren. Entsprechend gab es keine Chance festzustellen, was in welchem Fass war. Da hilft nur probieren. Alexander Stodden hat gemeinsam mit HO Spanier in einer Weinrettungs-Task Force alle Fässer durchprobiert und sensorisch in drei Qualitäten eingeordnet. Alexander DIE Großen sind die Fässer, die Alexander und HO geschmacklich ziemlich sicher als GG-Material zuordnen konnten. Es ist sicher viel Herrenberg GG, Kräuterberg GG, Rosenthal GG und auch vom Top-Wein Alte Reben. Das sind klar die besten Fässer des Kellers. Wenige Tausend Flaschen 2020er konnte Stodden somit für sich und uns Genießer erhalten. Das ist zwar bedauerlich wenig, aber immerhin hat er überhaupt ein bisschen was aus 2020 im Gegensatz zu vielen anderen Betrieben. Glück im Unglück! Die Weine waren also bis Mitte August im Holz 2021. Entsprechend ist die Eichenholzwürze noch ein bisschen vorne, weil der Ausbau kürzer war, das wird sich aber über die Flaschenreife bald relativeren. Das ist richtig guter Stoff, das merkt man direkt. Eine sehr feine Nase, süße Herzkirsche und süße, reife Cranberry kämpfen um die Vorherrschaft, auch Weinbergpfirsich, Bergamotte, Holzkohle und angeflämmtes Fleisch, viel rauchige Feuersteinmineralität, pfeffrig, tolle mineralische Schärfe und Definition, trotz der wunderbar opulenten Frucht-Aromatik dieses sehr warmen Jahres. Sehr cremig-dichter Kirschmund, alles läuft über Graphit- und Holzkohle, grünes Zigarrendeckblatt, feine Vanille- und Karamelltöne, eine schöne Mentholspur gibt dem Abgang eine ätherische Frische, auch Lavendel und etwas feinherbe Schokolade im Nachhall. Sehr fein, elegant, mit köstlicher Fruchtdichte und toller Gerbstoff-Intensität, die sich mit Flaschenreife in einen köstlich-samtigen Tanninteppich verwandeln wird. Chapeau für diesen 2020, von denen ich nicht mal wusste, ob ich hier im Mai 2022 überhaupt Wein zu probieren bekommen kann. Ein toller Erfolg! 96-98/100

Mein Winzer

Jean Stodden

»Im Einklang mit der Natur alles tun, um Wein zur Vollendung zu bringen. Die Weinberge sind das Pfund, mit dem wir wuchern können.« Dieser Feststellung vom jetzigen Winzer, Jean Stoddens Sohn Alexander, beschreibt schon exakt die Philosophie, mit der hier am Weingut seit Generationen grandiose Weine...