Sekt Blanc de Blancs Prestige Brut Flaschengärung

Reichsrat von Buhl

Sekt Blanc de Blancs Prestige Brut Flaschengärung

BIO

frische Säure
mineralisch
voll & rund
96+
100
2
Weißburgunder, Chardonnay
5
weiß
Flaschengärung
Perlend
12,0% Vol.
Trinkreife: 2021–2039
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 96+/100
6
Deutschland, Pfalz
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Sekt Blanc de Blancs Prestige Brut Flaschengärung

96+
/100

Lobenberg: Ein weiterer Release aus der Prestige-Serie mit extralangem Hefelager. Natürlich stammt er noch aus der Feder des ehemaligen Kellermeisters Mathieu Kauffmann, der damals von Champagne Bollinger zu Buhl wechselte und direkt in seinem ersten Jahr 2013 begann, die besten Chargen seiner Sekte lange im Keller wegzulegen. Nach und nach werden diese Schätze jetzt degorgiert und veröffentlich, wie dieser Blanc de Blancs auf Basis von Kauffmanns Erstlingsjahr 2013. Chardonnay und Weißburgunder auf Buntsandstein, Löss und Kalkstein gewachsen. Die Grundweine werden in einer Mischung aus 500 Liter Tonneaux und Edelstahl vergoren, danach folgen satte sieben Jahre auf der Hefe in der Flasche. Irre! Keine Schönung und nur minimal geschwefelt. Dazu runter auf ein Gramm Restzucker, ohne Dosage belassen, bei rund 9 Gramm Säure, was für ein Laserstrahl von einem deutschen Sekt. Der Geradeauslauf und die irre Schärfe in der Frucht erinnern unweigerlich an die Côte des Blancs der Champagne, obwohl hier natürlich nicht nur Kreide und Kalk involviert sind. Aber die Nase hat auch schöne Noten von Hefegebäck und frischer Schlagsahne, dazu Zitronengras und pikante, kalkig unterlegte Zitrusfrucht. Rassig, ultrafokussiert und schlank fräst sich dieser Sekt kompromisslos über den Gaumen wie ein Laser. Das ist sicher etwas für Mineralfreaks in dieser puristischen Art. Mit Luft (gerne Dekantieren!) und etwas höherer Temperatur kommt aber auch wieder die schön cremige Textur durch, Grapefruit, Zitronenmelisse und weißer Pfeffer, mit wunderbarem Schmelz und kreidig nachschiebendem Druck aus dem Extrakt. Aber der zitrische Geradeauslauf und die Präzision bei kompromissloser Trockenheit sind schon erstaunlich, um nicht zu sagen atemberaubend. Ein klassischer Mathieu Kauffmann eben. Auch wenn er nicht mehr bei Buhl ist, wird uns sein dortiges Erbe in Form dieser grandiosen Late Releases noch eine Weile begleiten. Ein hammer Blanc de Blancs aus den tiefen Kellern unter Deidesheim, der mehr als nur ein Wink in Richtung Côte des Blancs ist. Ein messerscharfes Teil mit locker einer weiteren Dekade Entwicklungspotenzial auf der Flasche. 96+/100

Mein Winzer

Reichsrat von Buhl

Von 2013 bis 2018 war die Stilistik der von Buhl Weine deutlich geprägt durch niemand geringeren als Mathieu Kauffmann. Der frühere Kellermeister des Champagner-Hauses Bollinger feilte hier an ausgesprochen trockenen und mineralisch geprägten Weinen. Weine puristischer Art! [...]

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