Lobenberg: Der Wein hat 9,5 Alkohol, 24 Gramm Restzucker und 9,2 Säure. Das heißt, wir sind in der Säure noch etwas über 2015. Wie 2015 ist das wieder unendlich leicht und hat trotzdem einen riesigen Spannungsbogen. Der Wein ist unglaublich pikant. Auf Schloss Saarstein gab es einige totale Sieger, die 2015 erreichen oder sogar toppen können wie der QbA, ganz klar das Große Gewächs (besser denn je), und auch dieser feinherbe Riesling ist wirklich genial in seiner Leichtigkeit und gleichzeitig mit der immensen Spannung und Dichte. Superfein in der Nase. Weiße Blumen, weißes und gelbes Steinobst, aber auch sehr viel Weintraube. Einfach schlicht traubig mit einer schönen Dichte, Länge und Rasse. Und im Mund kommt knackiger Gripp dazu. Diese wunderbare Säure, die von dem Schmelz der langen Vegetationsperiode so unglaublich balanciert wird. Der Wein ist süffig, soooo köstlich. Man mag reinspringen. Und trotzdem hat der Wein Gripp, Länge und alles was man braucht. Verspielt, rassig, lang, süß, sauer. Die ganze Bandbreite. Am Ende kann man nur sagen: Lecker. Und selbst ich Süßweingegner kann diesen Wein perfekt trinken. Als Essensbegleiter wie auch als Apero. Dieser 2016er ist so gut wie der 2015er und ist eines der famosen Preis-/Leistungswunder im feinherben Bereich des Jahres. 95+/100