Sauvignon Blanc auf der Maische

Heiss - Malinga

Sauvignon Blanc auf der Maische 2018

BIO

exotisch & aromatisch
unkonventionell
94–95
100
2
Sauvignon Blanc 100%
5
weiß
12,0% Vol.
Trinkreife: 2020–2031
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 94–95/100
6
Österreich, Kamptal
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Sauvignon Blanc auf der Maische 2018

94–95
/100

Lobenberg: Alle Weine von Malinga stammen aus dem Kamptal. Auf der Flasche ist aber nur „Wein aus Österreich“ angegeben, da die Machart der Malinga-Weine nicht den Konventionen der DAC Kamptal entspricht. Wir haben hier 85% Sauvignon Blanc, der 10 Tage auf der Maische vergoren wurde, beim Pressen werden noch 15% Welschriesling als Ganztraube hinzugegeben. Dann wird im 500 Liter Fass in zweiter Belegung ausgebaut. Der Wein wird nur einmal vor der Abfüllung minimal geschwefelt (~20mg SO2). Die Nase hat einen sehr tonischen, frischen Auftakt. Orangenschalen und etwas mürber, gelber Apfel, angeschnittene gelbe Birne, alles schon ein paar Tage an der Luft liegend. Feuchtes Heu und getrocknete Gräser, auch etwas Nussiges. Die Aromatik ist deutlich vom Schalenkontakt geprägt aber doch als Sauvignon zu erkennen in der leicht tropischen, frischen Ausrichtung. Das ist schon freakiger Stoff, läuft deutlich auf der Schale, ob man das mag oder nicht ist Geschmackssache. Außer Frage steht aber, dass es neugierig macht. Ich rieche immer wieder hinein ins Glas, das ist schon fesselnd, eben anders. Auch eine leicht herbe Note, Blutorange, etwas Tabak, definitiv vielschichtig. Am Gaumen sehr saftig, mit herber Frische, Blutorange, pinke Grapefruit, Gräser, trockene Wiesenblumen, tabakig und griffig mit leichten Tanninen im Nachhall. Die Säure des Welschriesling blitzt auf und gibt dem Mittelmund Struktur, Frische und gewissermaßen auch eine Trinkigkeit. Der Wein ist komplex und mehrdimensional am Gaumen und weist eine immense Struktur auf. Die herb-vegetale Frucht wird vom leichten Gerbstoff aus den Schalen und der dennoch vorhanden frischen Würze des Sauvignon Blanc begleitet. Was für ein abgefahrener Wein! Die Primärfrucht ist durch die Maischegärung leicht wegoxidiert, an ihre Stelle treten grasige, nussige und feinherbe Aromen von getrockneten, oxidierten Früchten. Eine ganz aparte Interpretation der sonst so expressiven Rebsorte, super spannend. Und wie immer bei Heiss-Malinga handwerklich absolut sauber herausgearbeitet. Eröffnet neue (Geschmacks-)Dimensionen! 94-95/100

Mein Winzer

Heiss – Malinga

Das Weingut Heiss ist ein traditioneller Betrieb in Engabrunn im Kamptal, dennoch ist hier alles auf Nachhaltigkeit ausgelegt. Die eigene Wirtschaft wird nur von regionalen Bauern- und Handwerkern beliefert und auch der eigene Weinbaubetrieb ist heute vollständig biologisch. Der junge Christoph...

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