Claude Riffault

Sancerre Blanc Monoparcelle 469 2019

BIO

Limitiert

frische Säure
mineralisch
97
100
2
Sauvignon Blanc 100%
5
weiß
14,0% Vol.
Trinkreife: 2025–2044
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 97/100
Parker: 94–95/100
6
Frankreich, Loire
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
94–95
/100

Parker über: Sancerre Blanc Monoparcelle 469

-- Parker: From a single, southeast-facing 0.35-hectare parcel in the lieu-dit Les Sentiers, where 52-year-old-vines root in very shallow (50 centimeters) Kimmeridgian soils, the 2019 Sancerre Monoparcelle 469 displays a fabulously complex, pure and terroir-driven bouquet of iodine and crushed limestones with fresh lemon and stony notes that I find highly exciting. Full-bodied, elegant and refined on the palate, with mealy tannins and lingering salinity and grip, this is a still extremely young but exciting Sancerre with finely grippy tannins. The 2019 was vinified for 18 months in larger oak vats. To be bottled in March 2021. Tasted as a sample in February 2021. 94-95/100

Christoph Raffelt über: Sancerre Blanc Monoparcelle 469

-- Christoph Raffelt: Der Wein stammt aus einer nicht näher benannten Parzelle von 0,35 Hektar. Sie liegt in Südostlage auf 230 Metern Höhe. Die Reben sind 52 Jahre alt und wurzeln in einem Muschelkalkboden, der in 50 cm Tiefe auf eine Platte aus Kimmeridge-Kalk trifft. Die Trauben wurden von Hand gelesen und sortiert und danach sehr langsam pneumatisch gepresst. Die Klärung erfolgte kühl und durch Schwerkraft. Der Saft wurde spontan vergoren und reifte 16 Monate lang in 600-Liter-Holzfässern aus Mehrfachbelegung auf der Hefe. Die Hefe wurde in den ersten Monaten regelmäßig aufgerührt. Schon im Duft wird schnell klar, dass der Sancerre »Monoparcelle 469« sehr kraftvoll und ausladend daherkommt. Hier zeigt sich der Fassausbau auf der Hefe. Die Batonnage ergibt ein cremiges und an Weißen Pfirsich, Gelbe Birnen und Sahnequark erinnerndes Bild. Das Erstaunliche aber ist, dass dieser Wein von Stéphane Riffault trotzdem so präzise und klar wirkt. Weiße Johannisbeeren, Schneeglöckchen, ein Hauch von Limette, ein paar Schnitzel von Orangen und Kräuter ergänzen das Gesamtbild. Aber lange ins Glas schnuppert man eh nicht, weil man sofort trinken möchte. Am Gaumen zeigt sich die Klasse, die Stéphane Riffault an den Tag legt. Der Sancerre wirkt zwar üppig und überaus saftig wie auch seidig. Gleichzeitig arbeitet Riffault die Säure und die Mineralik so vorteilhaft heraus, dass das alles in die Waage kommt und absolut stimmig ist. Auch hier findet man all diese wunderbar saftigen Fruchtnoten, ergänzt durch eine Spur von Ingwer und einen Hauch von frisch angerührtem Bitter Lemon. Dazu kommen Salzzitronen und zerstoßener Kalk, Minze und Grapefruitschale. Das ist pikant, frisch, tonisch und so saftig, dass der Wein im Glas nicht alt wird.