J. J. Prüm

Riesling Wehlener Sonnenuhr Kabinett (fruchtsüß) 2020

mineralisch
leicht süss
exotisch & aromatisch
97–98
100
2
Riesling 100%
5
weiß
9,5% Vol.
Trinkreife: 2022–2045
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 97–98/100
6
Deutschland, Mosel Saar Ruwer
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Riesling Wehlener Sonnenuhr Kabinett (fruchtsüß) 2020

97–98
/100

Lobenberg: Nach dem Graacher Himmelreich Kabinett nun das Pendant aus der Wehlener Sonnenuhr. Sie kommt etwas klassischer, etwas gewohnter rüber als das Kabinett aus Graach, weil wir eher in der für Wehlen stehenden Fruchttypizität bleiben. Feine Karamelle, süße Apfelnoten, Honig. Aber auch hier wenig Zitrusfrüchte. Eher schöne säurebeladene Reineclaude und gelbe Pflaume. Komplett botrytisfrei, total cleanes Lesegut. Die Säure ist weich, es ist Weinsäure. Der Wein schmeckt auch sehr traubig. Weintraube ist in diesem Wehlener deutlich intensiver als im Graacher Himmelreich. Auch das Finale wieder in der schönen süßen, honiggetränkten Quitte. Aber auch dieser Wein ist nicht süß. Die Kabinette sind fein, aber sie sind nicht spielerisch leicht und von frischer Säure getragen, sondern sie filigran ob ihrer Komplexität und ob ihres relativ geringen Zuckergehalts im Geschmack. Dabei bin ich sicher, dass sie recht hoch liegen. Der Wein steht für zwei Minuten, der Nachhall ist immens. Was fang ich nur mit diesen beiden untypischen Kabinetten an, die grandios aber auch so anders sind? Beide Weine sind total unterschiedlich, und ich muss beide Weine gleich bewerten, weil sie auf ihre unterschiedliche Art trotzdem absolut gleichwertig sind und in völlig unterschiedliche Richtungen spazieren. Dieser weintraubige, honigbeladene, trotzdem nicht sehr süße Kabinett aus der Wehlener Sonnenuhr, hat genauso seinen Reiz und seine Klasse wie das unikathafte Kabinett aus dem Graacher Himmelreich. Was für ein Jahr! Ich hätte es nicht geglaubt, wie diese Weine schmecken, wenn ich sie nicht probiert hätte. 97-98/100

Mein Winzer

J. J. Prüm

Das Weingut J. J. Prüm entstand 1911 nach der Erbteilung des Stammgutes auf die sieben Kinder des letzten Inhabers, Mathias Prüm. Heute werden die legendären Weine von Dr. Manfred Prüm und seiner Familie erzeugt.