Bürklin Wolf

Wachenheimer Gerümpel Riesling P.C. Erste Lage trocken 2015

BIO

mineralisch
frische Säure
95–97
100
2
Riesling 100%
5
weiß
13,0% Vol.
Trinkreife: 2018–2032
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 95–97/100
6
Deutschland, Pfalz
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Wachenheimer Gerümpel Riesling P.C. Erste Lage trocken 2015

95–97
/100

Lobenberg: 12,5% Alkohol, 3g Restzucker, 8g Säure. Das Weingut Bürklin Wolf arbeitet biodynamisch. Alle Weine ab Premier Cru und aufwärts werden komplett spontan nur im Holz vergoren und im Holz auf der vollen Hefe ausgebaut. Seit 2005 alles biodynamisch zertifiziert. Ganztraubenpressung. Gerümpel ist die einzigste Wachenheimer Lage, die vom daneben liegenden Forster Pechstein auch Basalt im Boden hat. Der Rest ist Buntsandstein und Buntsandsteinverwitterung. Sobald Basalt im Boden ist, werden die Weine schlank und haben unglaubliche kraftvollen Zug, was ja hinlänglich bekannt ist vom Pechstein. Die gesamte Pfalz hatte ja einen extrem frühen Austrieb im Frühjahr und eine frühe Lese. Am 2. Oktober war alles gelesen bei voller Reife und trotzdem erstaunlicher Säure. Cool climate im September, das skandinavische Hoch lässt grüßen. Die Nase verblüfft. 2014 war ich von Bürklin begeistert, aber 2015 stehe ich vor Erfurcht stramm. Was für eine megageile Nase. Jasmin, Pakistani Night, irgendetwas zwischen großer Loire und großem Burgund, aber dort eher Corton Charlemagne, diese Erhabenheit des Corton-Berges hier in diesem Premier Cru, wow! Dazu ein Schuss Silex von Daguenau, Basalt und Feuerstein spielen miteinander. Das Ganze aber als Riesling, dann ist das Perfektion. Unterlegt mit feiner Orange und weißem Pfirsich, schlank bleibend, dahinter mit leichtem, stützendem, gut wahrnehmbaren Holz. Die Nase ist ein Ansturm von Charme, das ist grandios. Zwei Mal selektioniert, gesundes Lesegut, keinerlei Fäulnis, Rosinen oder Botrytis, das zeigt sich in nur weißer Frucht. So was von präzise geradeaus laufend und trotzdem dieser unglaubliche Charme. Zuvor habe ich bei Christmann verkostet, und nach viel Angst darüber, ob die Pfalz zu überreif und breit sein könnte, bin ich so überrascht, dass es so grandios und frisch ist. Bürklin Wolf liegt auf gleichhohem Level, was ich nach Christmann nicht für möglich gehalten habe. So gut wie 2015 habe ich die Pfalz noch nicht probiert. Das ist ein so präzises, feinfruchtiges, edles, rassig raffiniertes Premier Cru, ziemlich perfekt. 95-97/100

Mein Winzer

Bürklin Wolf

Bürklin Wolf greift auf eine Historie zurück, die bis ins Jahr 1597 geht. Doch den Status als Primus inter pares verdankt es besonders Bettina Bürklin-von Guradze, die das Weingut seit 1992 leitet.

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