Rings

Riesling Ungsteiner Weilberg Großes Gewächs trocken 2020

BIO

frische Säure
mineralisch
95–97
100
2
Riesling 100%
5
weiß
13,0% Vol.
Trinkreife: 2025–2051
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 95–97/100
6
Deutschland, Pfalz
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Riesling Ungsteiner Weilberg Großes Gewächs trocken 2020

95–97
/100

Lobenberg: Die große Lage Weilberg liegt in Ungstein, westlich von Kallstadt. Hier haben bereits die Römer vor 2000 Jahren Weinbau betrieben. Der Clou am Weilberg ist sein Terra Rossa Boden, eisenhaltiger roter Lehm. Der Wein wird spontan vergoren, verbleibt auf der Vollhefe bis zur Füllung im August. Der Ausbau geschieht zu 100 Prozent im Halbstückfass. Die Rings-Brüder gehen hier durch jede Parzelle durch und markieren die besten Stöcke für das GG und nur diese werden dann selektiv gelesen. Sie füllen nur 1100 Liter als GG dieses Jahr, obwohl sie viel mehr machen könnten, aber sie verwenden wirklich nur die Essenz. Quitte, unterlegt von Eisen, etwas Jod, Sanddorn und roten Früchten. Das liegt an dem Terra Rossa Untergrund. Sehr starke Terroirprägung. Viel cleane europäische Frucht, schön gerade strukturiert. Ein extrem wohliger Mund. Leicht säuerliche Mandarine, zusammen mit gezuckerter Limette. Ein wahnsinniger Biss, fast eine kreidige, kalksteinige und salzige Mineralität, die lange hinten rauszieht. Immenser Nachhall und gleichzeitig so pikant, so unglaublich saftig und lecker. Der Weilberg hat lagenbedingt immer etwas mehr Druck und Reichhaltigkeit, aber auch er ist dieses Jahr weit entfernt davon fett zu sein. Und gleichzeitig viel Biss, so viel kristalline Reinheit und Klarheit. Immer wieder pikante, wollüstige Schauer, die mich überrollen, dank dieser langen nachklingenden Salzigkeit. Das ist schon sehr schick mit diesem kleinen Plus an Frucht hier und weniger scharf als der Saumagen. 95-97/100

Mein Winzer

Rings

Seit 2008 sind die beiden jungen Brüder Steffen und Andreas Rings für das elterliche Weingut verantwortlich. Es folgte ein kometenhafter Aufstieg, ähnlich dem von Kai Schätzel, der 2015 in der VDP-Mitgliedschaft seinen zwischenzeitlichen Höhepunkt fand.