von Winning

Riesling Ungeheuer Großes Gewächs trocken 2020

Limitiert

voll & rund
exotisch & aromatisch
mineralisch
97–98+
100
2
Riesling 100%
5
weiß
12,5% Vol.
Trinkreife: 2028–2053
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 97–98+/100
6
Deutschland, Pfalz
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Riesling Ungeheuer Großes Gewächs trocken 2020

97–98+
/100

Lobenberg: Das Ungeheuer hat ähnlich wie Pechstein vulkanische Böden mit viel Basalt. Aber nicht ganz so extrem in der Bodenausrichtung wie das Pechstein GG. Deshalb immer etwas moderater in der steinigen Ausprägung. Hier kommt noch ein bisschen Buntsandstein dazu. Das übliche Prozedere: Spontan vergoren, dann im kleinen und großen, zum Teil neuen und Teil gebrauchten Holz ausgebaut. Lange auf der Hefe belassen und erst kurz vor der Füllung von der Hefe gezogen. Ich war positiv vorgewarnt bezüglich dieses Ungeheuers, denn das Ungeheuer bei Bürklin Wolf war auch schon ein Hammer, aber es ist natürlich ein total anderer Wein als von Winning. Bürklin ist messerscharf und asketisch, Winning ist einnehmend und erotisch. So oder so, Forst ist einfach DAS Rieslings-Mekka auf dem deutschen Wein-Planeten. Keine Gemeinde in Deutschland hat so viele Hammerweine wie Forst. Früher war es nur Pechstein, Kirchenstück, manchmal Jesuitengarten. Nun ist beständig das Ungeheuer auch dabei. Und das Freundstück ist nicht minder sensationell. Es ist durch die Bank so, dass Forst einfach liefert, es ist fast immer gut. Die Böden sind hier einfach ein Hammer. Was bei von Winning im Gegensatz zu Bürklin und Buhl so schön ist, dass wir hier die dritte und ganz andere Stilistik haben. Bei Bürklin die messerscharfe, nur straighte Version. Bei Bürklin die komplette Puristik ohne Restzucker, glasklar mit hoher Säure, fast schneidend. Und jetzt hier bei von Winning den Charme des leicht oxidativen Ausbaus im Holz. Die Nase hat im Gegensatz zum Kalkofen doch deutlich an Fruchtintensität zugelegt. Wunderschöne pinke Grapefruit kommt als erster Einfluss. Dazu gelbe Frucht, Birne. Aber die exotischen Zitrusnoten sind recht deutlich. Auch viel Gestein. Hartes Gestein. Feuerstein. Das ist schon ein bisschen Richtung Silex laufend und hat auch ein paar Anklänge an Sauvignon in der Frucht. Aber eben trotzdem total clean, keine Botrytis, nur hohe Reife. Der Mund ist unglaublich hedonistisch, so viel Fruchtintensität, wow. Die Zunge rollt sich ob dieser druckvollen Pikanz, Orangenschale, süße Grapefruit, Melone. So viel Schub von unten und doch ist es so schlank und fein. Und das Ganze zusammengehalten von diesem unheimlich charmanten Holzausbau. Im Mund geht wirklich die Post ab. Tolle Länge. Feuerstein spielt mit dieser unglaublich reichen Frucht, die aber überhaupt nicht fett ist. Das Ganze ist sehr elegant und trotzdem hochintensiv und lang. Großartig! 97-98+/100

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von Winning

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