von Winning

Riesling Ungeheuer Großes Gewächs trocken 2016

voll & rund
exotisch & aromatisch
mineralisch
98–100
100
2
Riesling 100%
5
weiß
12,5% Vol.
Trinkreife: 2018–2040
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 98–100/100
Gerstl: 20/20
Wein-Plus: 94/100
6
Deutschland, Pfalz
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Riesling Ungeheuer Großes Gewächs trocken 2016

98–100
/100

Lobenberg: Das Ungeheuer hat ähnlich wie Pechstein vulkanische Böden mit viel Basalt. Aber nicht ganz so extrem in der Bodenausrichtung wie das Pechstein GG. Deshalb immer etwas moderater in der steinigen Ausprägung. Hier kommt noch ein bisschen Buntsandstein dazu. Das übliche Prozedere: Spontan vergoren, dann im kleinen und großen, zum Teil neuen und Teil gebrauchten Holz ausgebaut. Lange auf der Hefe belassen, und erst kurz vor der Füllung von der Hefe gezogen. Das ist wirklich fein diesen Wein direkt nach dem Kalkofen zu trinken. Der Kalkofen in seiner cremigen Kalksteinausrichtung und jetzt Vulkangestein mit etwas Buntsandstein. Völlig anders. So eigenständig, so viel mehr Feuerstein, so viel direkter. Immer noch ein sehr eleganter Wein bleibend. Vor allem weil die Säure so reif ist und der total durchgegorene Wein durch seine Extraktsüße so besticht. Aber trotzdem ist es eine viel mehr in Richtung dunkler Stein ausgerichtete Thematik in diesem Wein. Er unterscheidet sich deutlich vom Kalkofen. Was sie eint ist diese ungeheure Eleganz des Jahrgangs. Das Delikate, das Raffinierte. Und am Ende hat das Ungeheuer über seine schwarz- und feuersteinige Power doch ein bisschen mehr Zug. Ob er damit besser ist, weiß ich nicht. Ich finde beide Weine grandios. Das sind die perfekten Verfolger der Superstars in Forst. Was klar ist: Ich habe noch nie so einen köstlichen, raffinierten Ungeheuer getrunken wie in 2016. Das wird in zukünftigen Jahren echt schwer von diesem Level 2016 wieder herunter zu kommen. Das setzt Maßstäbe und ich befürchte für lange Zeit. Denn selbst die großen 2013er und 2015er sind nicht in dieser Perfektion. 98-100/100

20
/20

Gerstl über: Riesling Ungeheuer Großes Gewächs trocken

-- Gerstl: Mineralische und florale Komponenten schwingen im Einklang, dazu dieser verblüffende Duft von Grüntee, den ich schon beim Kieselberg bemerkt habe und der mir bisher in den von Winningschen Weinen gar nie aufgefallen ist. Ist das wohl auch ein Phänomen dieses Überjahrgangs? Da ist Tiefgang ohne Ende, der Wein ist beinahe opulent süss, aber nur für den Bruchteil einer Sekunde, dann wird das von der sagenhaften Säure wegschwemmt und in die Länge gezogen, das ist unglaublich raffiniert, weil der Wein gleichzeitig ein knochentrockenes Finale präsentiert. Ich bin jetzt seit fast 2 Stunden dabei, diese sagenhafte 2016er von Winning-Palette regelrecht in mich aufzusaugen, jeder Wein ist völlig anders, jeder eine einzigartige Persönlichkeit, und ich freue mich, dass noch 3 weitere zur Verkostung bereit stehen. 20/20

94
/100

Wein-Plus über: Riesling Ungeheuer Großes Gewächs trocken

-- Wein-Plus: Beschreibung: Kühler und geschliffener, fester und recht tiefer Zitrus-Steinobstduft mit floralen, hefigen und leicht nussig-holzigen Tönen, Kräutern, einem Hauch dunkler Beeren und intensiver Mineralik. Ziemlich saftige, süßliche Frucht mit kräuterigen, hefigen und wieder auch noch ein wenig holzigen Noten, präsente, feine Säure, Kandisnoten, etwas Rauch und Speck im Hintergrund, wieder auch florale Aromen, sehr mineralisch, viel Griff von reifem Gerbstoff, noch unentwickelt, gute Tiefe, feine ölige Nuancen, sehr guter, straffer, süßlich-saftiger Abgang mit Zug. 94/100

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von Winning

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