Riesling Uhlen Roth Lay Großes Gewächs trocken 2021

Heymann-Löwenstein

Riesling Uhlen Roth Lay Großes Gewächs trocken 2021

Limitiert

frische Säure
mineralisch
97–98+
100
2
Riesling 100%
5
weiß
13,5% Vol.
Trinkreife: 2028–2056
Verpackt in: 3er
3
Lobenberg: 97–98+/100
6
Deutschland, Mosel Saar Ruwer
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Riesling Uhlen Roth Lay Großes Gewächs trocken 2021

97–98+
/100

Lobenberg: Der Roth Lay wächst auf Schieferterrassen direkt zur Mosel. Der Schiefer ist klassischer Devonschiefer mit sehr hohem Eisengehalt, also rötlich gefärbt. Verwitterungsgestein. Der Wein wird nach der Ernte in ganzen Trauben angequetscht. Kurze Maischestandzeit im Kühlhaus, ohne, dass die Gärung beginnt. Vorsichtiges abpressen und Vergärung mit spontaner Hefe im großen Holzfass. Er verbleibt bis zum übernächsten Frühjahr der Vollhefe. Das ist Reinhard und Sarah Löwensteins langsamer Wein. Sehr tiefe, ruhige Nase, wie immer zeigt der Roth Lay keine überschwängliche Fruchtigkeit, hat nichts Lautes oder übermäßig Expressives an sich. Er ist die Ruhe selbst in seiner Verwobenheit aus milder gelbroter Frucht. Ein Hauch Eisen und etwas Anis darunter. Wahnsinnige Präsenz und Intensität, aber komplett anders als etwa beim Röttgen, gleichzeitig so balanciert und samtig. Die Nase strahlt eine aufregende Kühle unter der warmen, milden Zitrusfrucht aus, als würde alles über dunkles Gestein laufen. Das Einzigartige an Roth Lay ist ja seine ruhige Präsenz, er ist voll da, intensiv und druckvoll, aber auf eine so feinziselierte, in sich ruhende Art, dass es jedes Mal wieder verwunderlich ist diesen Wein im Glas zu haben. Einfach ein großer, in sich stimmiger, sehr balancierter Riesling. Wunderbar cremig und fein, fast etwas burgunder-artig, bevor der elektrisierende Schiefernerv im Nachhall zupackt. Der 2021er hat eine irre kühle Art, wirkt präzise und fokussiert, etwas hellfruchtiger als sonst. Ein bisschen Litschi und grüne Birne an den Seiten, Anflüge von Ananasschale, weißer Pfeffer. Man denkt ein bisschen an einen großen Grünen Veltliner in dieser cremig-dichten, sehr harmonischen Textur. Aber das schieferwürzige, tanninbeladene Finale ist doch typisch Mosel. Aus 2020 war der Roth Lay eine Charmeoffensive, in 2021 ist es ein großer Wein und in seiner Feinheit und Finesse an eine noch bessere und schlankere Version von 2016 erinnernd. Der Wein verbleibt lange im Mund und noch länger im Gedächtnis. Ein wunderbarer Roth Lay und ein großer Moselriesling, der auf seinem feinen steinigen Sockel sitzt wie in Stein gemeißelt. 97-98+/100

Mein Winzer

Heymann-Löwenstein

Cornelia und Reinhard Löwenstein erzeugen als unzähligste Generation der Familie auf den kargen, aber fruchtbaren Schieferterrassen oberhalb der Mosel Rieslinge, die zu den größten der Welt gehören.