Schloss Saarstein

Riesling Schloss Saarsteiner Großes Gewächs trocken 2019

94+
100
2
Riesling 100%
5
weiß
13,5% Vol.
Trinkreife: 2023–2044
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 94+/100
Gerstl: 19+/20
Suckling: 92/100
6
Deutschland, Mosel Saar Ruwer
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Riesling Schloss Saarsteiner Großes Gewächs trocken 2019

94+
/100

Lobenberg: Von diesem GG werden nur 600 Liter erzeugt. Die Trauben werden in den besten und ältesten Parzellen der Großen Lage Schloss Saarsteiner mit hohem Aufwand ausselektioniert. Es sind die sogenannten Goldbeeren, die für diesem Wein verwendet werden. Das ist ein Teil von den sogenannten alten Reben, welche in den Wein Alte Reben Eingang finden. Die reifsten gehen in das GG. Die Reben sind über 70 Jahre alt, sie wurden 1943 in den besten Lagen des Schlossguts gepflanzt. Es gibt wegen der üblichen jährlichen Verrieselung nur ganz geringe Erträge. Ganztraubeneinmaischung, einige Stunden Maischestandzeit, abpressen und dann die Vergärung spontan mit Naturhefen im Edelstahl. Der Wein verbleibt in der Regel bis zur Füllung auf der Hefe. Wie gesagt, das ist die Auslese aus den alten Reben. Fakt ist, dass dieses Große Gewächs in machen Jahren, wie etwa 2018, etwas zu lieb und nicht extrovertiert genug ist. Da sind die alten Reben etwas expressiver, weil Christian Eberts nur die reifsten ausgelesenen Beeren aus den alten Reben in das GG nimmt. 2019 passt das aber überragend gut, weil wir diese wahnsinnige Spannung aus der frischen Säure haben, aus den kalten Nächten. Und dazu diese hohe Reife. Die Nase ist völlig frei von Botrytis, man riecht, wie clean sie ist. Und trotzdem hat sie eine leichte Maracujaexotik. Daneben Quitte, reifer Boskop, ein Hauch Mandarine und auch etwas Litschi und Vergissmeinnicht. Der Mund hat einen tollen Zug und eine fast dramatisch anmutende Frische aus der Säure und hintenraus diese Reife. Erstaunlicherweise fehlt im mittleren Körper dann ein wenig Süße, um den Wein zur vollen Harmonie zu entwickeln. Reife Frucht, hohe Säure, aber zu wenig Süße in der Mitte, macht aus diesem im Ansatz tollen Wein ein Ergebnis, das unterhalb der möglichen Perfektion bleibt. Ein GG, das mit viel besser gefällt als im Vorjahr, aber ich glaube, dass Christian Eberts die Selektion aus seinen alten Reben anders vornehmen muss, um hier jemals einen ganz großen Wein zu erzeugen. 94+/100

19+
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Gerstl über: Riesling Schloss Saarsteiner Großes Gewächs trocken

-- Gerstl: Ich probiere diesen Riesling nach einer langen Serie von Süssweinen. Das ist vermutlich ein Grund, warum ich die Mineralität in diesem Grossen Gewächs so beeindruckend finde. Gedanklich stehe ich mit Christian Ebert oberhalb des Weinbergs und schaue auf das von Schiefer geprägte Terroir. Der Duft ist so klar und schlicht, gleichzeitig aber auch mit einer Tiefe, die mich förmlich hineinzieht. Zitrusfrische und ein Schwall von Kräutern vermitteln eine eher kühle Aromatik. Der Gaumen wird von zwei Elementen beherrscht: Säure und Mineralität. Nur zart kommt auch die Zitrusfrucht zur Geltung und verstärkt noch zusätzlich die immense Frische. Ein gewaltiger Kraftprotz mit zartem und filigranem Charakter. 19+/20

92
/100

Suckling über: Riesling Schloss Saarsteiner Großes Gewächs trocken

-- Suckling: Although this is rather full-bodied, it has cool, citrusy character and remains quite light on its feet. Excellent balance and a very clean finish. Not that complex. 92/100

Mein Winzer

Schloss Saarstein

Christian Eberts Schloss Saarstein liegt in einer der schönsten Landschaften der Saar, überaus malerisch.

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