Bischel

Riesling Scharlachberg Großes Gewächs trocken 2020

voll & rund
fruchtbetont
97–98+
100
2
Riesling 100%
5
weiß
13,0% Vol.
Trinkreife: 2024–2046
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 97–98+/100
6
Deutschland, Rheinhessen
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Riesling Scharlachberg Großes Gewächs trocken 2020

97–98+
/100

Lobenberg: Der Scharlachberg ist ein sehr besonderes und auch berühmtes Terroir. Es ist ein Hügel mit Quarzit-Schiefer, wie der Rüdesheimer Berg auf der anderen Rheinseite. Dieses Quarzit gibt es eigentlich im Norden von Rheinhessen nur am Scharlachberg. Bischel hat nur im Kernstück der Lage Scharlachberg Parzellen, teils terrassiert. In den Terrassen wird es sehr karg und felsig, die Reben müssen hier schon richtig ackern, aber im Herzstück der Terrassen sind die Böden satt genug, dass es auch in heißen Jahren nicht gestresst ist. Die Trauben werden gemahlen und dann direkt gepresst, keine Standzeit in 2020. Scharlachberg ist etwas expressiver, druckvoller und intensiver als der etwas kühler, kalkiger wirkende Hundertgulden. Dennoch hat es dieses feinmineralische Spiel aus dem Quarzit. Ein wahnsinniges Spannungsfeld in Nase und Mund. Warme Zitrusfrucht, Orangenblute, Quittenschale, Kumquat, kräutrig-steinig unterlegt mit unglaublicher Frische. Tolle Säure, zitrisch unterlegt, aber eher milde Limette, keine aggressive Apfelsäure, nur feine Weinsäure mit angenehm schmelzender Textur. Glockenhell mit vollem Saft und satter Reife, dennoch ist feinziseliert und griffig. Geniales Spannungsfeld mit dieser salzigen, ein bisschen wilden Art. Und trotzdem ist dieser Scharlachberg dabei so delikat und saftig. Ein großer, charakterstarker Rheinhesse mit feiner Spannung und Balance und somit großem Entwicklungspotenzial. Einer der Topweine Rheinhessens. 97-98+/100

Mein Winzer

Bischel

Das Weingut Bischel ist unter Führung der beiden Brüder Christian und Matthias Runkel zu einem der aufstrebenden Stars des verjüngten Rheinhessen aufgestiegen. Die Krönung ihrer ambitionierten Arbeit war die Aufnahme in den VDP mit dem Jahrgang 2018.