Philipp Kuhn

Riesling Saumagen Großes Gewächs trocken 2016

100
100
2
Riesling 100%
5
weiß
13,0% Vol.
Trinkreife: 2019–2041
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 100/100
6
Deutschland, Pfalz
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Riesling Saumagen Großes Gewächs trocken 2016

100
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Lobenberg: Der Saugmagen hat reinen Kalkstein, aber rot gefärbt durch Terrarossa. Also aus rotem und weißem Kalkstein. Die Lage zeichnet sich bei allen hier tätigen Topwinzern durch unerhörte Feinheit und erhabene Zurückhaltung aus, Weine, die man entdecken und entblättern muss. Auf 300 Höhenmeter gewachsene Stöcke in Kallstadt, sehr alte Reben, immer sehr kühl hier, natürlich alles ökologische Handarbeit im Weinberg. Ganze Trauben, Mazeration für eine Nacht in der langsam sich drehenden Presse, dann Abpressung, spontan vergoren im Holz und Belass im Gärbehälter auf der Vollhefe bis kurz vor der Füllung. Ein sehr feiner Wein mit der typischen 2016er Note nämlich Bratapfel, leicht oxidierte Äpfel und frische Äpfel. Zusätzlich kommt weiße Frucht, Weinbergpfirsich, ein bisschen Walnuss, aber auch ein wenig Minze und weißer Pfeffer in der Nase. Nur 1,5 Gramm Restzucker, also total durchgegoren. Nur zwischen 12,5% und 13% Alkohol. Ich dachte zuvor, es ist das Jahr der Mosel, dann kam die Nahe, und nun kommen wir in die Pfalz. Das ist schon phänomenal. Der Jahrgang ist nicht so laut wie 2015, nicht so krachend. Dafür unglaublich fein und trotzdem voluminös. Voller Harmonie. Das vorgegaukelte Fett resultiert nur aus der Extraktsüße. Der Wein ist wie gesagt durchgegoren, moderat im Alkohol, hat eine frische lebendige Säure und trotzdem bringt er eine Üppigkeit, Fülle und Schmelz rüber, der in 2015 deutlich überdeckt wurde von Zitrusfrucht und lauter krachender Frucht. Das ist in 2016 eben nicht der Fall. Wir sind erhaben, fein und haben trotzdem diese notwendige Wucht. Das ist eine sehr interessante Kombination. Kalkstein pur, also die totale Eleganz, das Volumen und dieses pikante Spiel zwischen dieser Extraktsüße und der feinen, runden Säure die komplett zur Weinsäure geworden ist. Famoser Nachhall mit toller Salzspur, aber nie aggressiv, nie laut, nie polternd wie 2015, sondern immer fein bleibend, aber für Minuten verweilend in dieser Apfeligkeit und feiner Weintraube. Salz und Frucht kommen immer wieder hoch. Das phänomenale an diesem 2016er ist, dass er sowohl uns Kenner fasziniert aber auch ein totaler Publikumsliebling wird, weil er so unglaublich köstlich und lecker ist. Weil er sich in seinem strahlenden Charme so toll präsentiert. 100/100

Mein Winzer

Philipp Kuhn

100 % handgemacht – das ist der Leitspruch von Philipp Kuhn. Die Arbeit von Philipp beruht nur auf Erfahrung und dem richtigen Gefühl. Und beides besitzt er reichlich.