Riesling pur mineral trocken 2018

Rudolf Fürst

Riesling pur mineral trocken 2018

leicht & frisch
93–94
100
2
Riesling 100%
5
weiß
12,0% Vol.
Trinkreife: 2020–2030
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 93–94/100
Pirmin Bilger: 18/20
6
Deutschland, Franken
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Riesling pur mineral trocken 2018

93–94
/100

Lobenberg: Der „pur mineral“ steht grundsätzlich nur in den ersten und großen Lagen des Weingutes Fürst, das heißt, der „pur mineral“ ist eine Art Vorlese der Großen Gewächse und Ersten Lagen. Der Wein steht wie alles hier auf Buntsandstein. Vom pH-Wert her eigentlich eher dem Rheingau zuzuordnen. Von daher ganz andere Weine wie bspw. der Franke Sauer, der ja auf ganz anderem Terroir steht. Wir sind hier bei Fürst deutlich feiner. Der Wein hatte bei der Lese über 8 Gramm Säure, Franken um Bürgstadt herum gelegen ist meist gesegnet von hoher Säure. Aromatische Nase von europäischer Frucht, keine Botrytis, keine Fäulnis, es gab 2018 nichts was die Frucht hätte beeinträchtigen können. Wir sind also bei reifem Apfel, Birne, gelbe Melone, reife Zitrone, Tee, Quitte, Grapefruit, Limettenschale, ganz wie ein vollreifer Riesling riechen sollte. Trotzdem haben wir Eleganz, Spiel und Charme, tolle Harmonie, intensiv und duftig mit viel Frucht. Wenn man nicht gerade ein Terroir- und Steinfetischist, wie Herr Vollenweider aus Traben-Trabach an der Mosel, ist, dann freut man sich über so viel Frucht. Die Reife der Trauben war natürlich hoch, trotz unterlassener Entblätterung. Der Mund präsentiert sich erstaunlich frisch und gleichzeitig reif, wir bleiben weiter europäisch, gelbfruchtig mit feiner Zitrusaromatik, Grapefruit, nicht zu spitze Limette, Birne, etwas Quitte, aber tendenziell eher auf der frischen Zitrusaromatik bleibend. Mittlere Länge, schön ausgeprägte Aromatik, ein superber Riesling der ersten Reihe auf dem Podium der Gutsweine. 93-94/100

18
/20

Pirmin Bilger über: Riesling pur mineral trocken

-- Pirmin Bilger: Der pur mineral wurde bereits Mitte September gelesen, was ungewöhnlich früh ist. Aufgrund der nicht allzu hohen Säurewerte wurden die Trauben sofort gepresst - ohne Standzeit. Was für ein puristischer Glanz, welcher hier aus dem Glas strahlt. Sehr feine Zitrusaromatik mit delikater Würze und herrlicher Mineralität. So schlank im Bouquet, so schlank und präzise am Gaumen. Die Säure setzt sich sofort gekonnt in Szene und gibt ihm eine knackige Frische. Fantastisch mit werlcher Feinheit die Fruchtaromatik zwischen den Strukturelement dahin tänzelt. Zum Abgang hin kommt die erwartete Mineralität zum Vorschein und bescherrt dem Wein ein eindrückliches Finale. Trotz dem heissen Jahrgang ein unglaublich puristischer Wein. 18/20

Mein Winzer

Rudolf Fürst

Franken ist Frankreich nicht nur phonetisch ganz nahe. Wer behauptet, dass exzellenter Pinot Noir, also Spätburgunder nur aus dem in Frankreich gelegenen Burgund stammt, hat mindestens die letzte Dekade verschlafen.