Christmann

Riesling Neustadt "V" trocken 2018

BIO

frische Säure
mineralisch
97–98
100
2
Riesling 100%
5
weiß
12,0% Vol.
Trinkreife: 2021–2045
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 97–98/100
Pirmin Bilger: 19/20
6
Deutschland, Pfalz
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Riesling Neustadt "V" trocken 2018

97–98
/100

Lobenberg: Dieser Wein ist aktuell noch ein Ortswein, deshalb steht auf dem Etikett auch Neustadt'V' Riesling, aber eigentlich ist das eine Erste Lage (Vogelsang), die Christmann jedoch von einem nicht-VDP Betrieb übernommen hat, in den nächsten Jahren wir sie dann also solche ausgewiesen werden. Das ist ein sehr renommierter, tradierter Weinberg mit einem spektakulären Ausblick über Neustadt mit Muschelkalkboden auf 240 Metern Höhenlage. Steffen Christmann hat diese Lage auf 30 Jahre gepachtet. Das ist nach dem Weingut Odinstal die zweithöchste Lage an der Mittelhardt. Die Reben sind um die 35 bis 40 Jahre alt. Der Weinberg wird jetzt unter Christmann sofort biologisch bewirtschaftet, aber befindet sich natürlich noch in der Umstellung bis die Zertifizierung folgt. Die Besonderheit ist der 150 Millionen Jahre alte Kalkboden im Vogelsang, sehr viel älter als die Kalkschichten in Königsbach, die „nur“ 50 bis 60 Millionen Jahre alt sind. Der Wein hat wahnsinnig viel Druck im Mund aus diesem uralten Muschelkalk gepaart mit der Kühle dieser Hochlage, die diesen Wein so speziell macht. Schöne gelbe Frucht mit diesen rotwürzigen Einschüben, feine Birnenfrucht, etwas zitrisch unterlegte Cremigkeit, Zitronengras, Aprikose, Quitte, aber nicht in die Fruchtigkeit abdriftend, sondern immer rassig, salzig und druckvoll bleibend. Das ist phänomenal in seiner Eleganz, aber auch in der rotfruchtigen, fast an Eisen erinnernden Wucht. Ein bisschen an ein GG von Rebholz erinnernd, ich bin überrascht von diesem Erstlingswerk aus dieser alten Lage, aber auch hocherfreut, denn das ist im Grunde genau das Bindeglied zu Christmanns GGs. 97-98/100

19
/20

Pirmin Bilger über: Riesling Neustadt "V" trocken

-- Pirmin Bilger: Die neue Lage von Christmann. Untergrund besteht aus Muschelkalk und das Terroir ist das zweithöchste der Mittelhardt. Steffen Christmann ist überzeugt, dass diese Lage in ein paar Jahren das gleiche Niveau wie der Idig erreichen wird. In den ersten zwei bis drei Jahren wird dieser Wein als Ortswein verkauft - später wird es dann zum Grossen Gewächs werden. Der Duft widerspiegelt dieses uralte Kalkstein Terroir und strahlt eine tiefgründige würzige Mineralität aus. Am Gaumen kommt er unglaublich kraftvoll daher mit einer unglaublichen Vielfalt aus gelber Frucht, noblen Kräutern und sagenhafter Mineralität. Der hat schon ganz klar das Potential für ein Grosses Gewächs. Was für eine Kraft, was für eine Tiefe und Komplexität - grandios.19/20

Mein Winzer

Christmann

Seit 1996 wird das Weingut von Steffen Christmann in der 7. Generation geführt. Seit 2004 gänzlich dem ökologischen und nun auch dem biodynamischen Anbau verschrieben. Die Umstellung hat einen Nebeneffekt: Christmanns Weine erreichen trotz längerer Vegetationsperioden und höherer physiologischer...