Riesling Königsbacher Ölberg Erste Lage trocken 2016

von Winning

Riesling Königsbacher Ölberg Erste Lage trocken 2016

fruchtbetont
mineralisch
96–97+
100
2
Riesling 100%
5
weiß
12,0% Vol.
Trinkreife: 2017–2027
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 96–97+/100
6
Deutschland, Pfalz
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Riesling Königsbacher Ölberg Erste Lage trocken 2016

96–97+
/100

Lobenberg: Die Königsbacher Rieslinge zeichnen sich durch kühle Lage mit viel Wind aus, und sie haben gleichzeitig viel Schmelz. Wir kennen das vom berühmtesten Königsbacher Wein. Das ist der Idig von Christmann. Und in der höchsten Eleganzstufe die Ölberg Kapelle. Das Schöne und das Faszinierende ist, dass alle drei Premier Cru, der Ruppertsberger Reiterpfad, der Deidesheimer Paradiesgarten, und der Königsbacher Ölberg so anders sind bei von Winning. Was sie eint ist der Jahrgang 2016. Auch der Ölberg ist unglaublich schick, ist auf weißer Frucht, hat nichts Lautes, ist ruhig. Getragen und erhaben. Keine Zitrusfrüchte. Der Mund zeigt die größte Erhabenheit von diesen drei Premier Cru. Das erinnert schon ein bisschen an den Idig. Nicht umsonst sind diese Kalksteinlagen so besonders. Großzügig, eine schöne Fülle zeigend, aber kaum süß, der Wein ist komplett durchgegoren. Das Spiel zwischen Extraktsüße und Säure ist hier fast noch auf einer höheren Ebene. Der Wein ist irgendwo leicht abgehoben in seiner eleganten Art, die trotzdem mit wunderschöner, cremiger Fruchtfülle unterlegt ist. Hauptsächlich Weintraube. Richtig traubige Frucht. Aber so fein, so raffiniert. Und wenn der eine mehr zur erotischen Opulenz neigt (Deidesheimer Paradiesgarten), der andere (Ruppertsberger Reiterpfad) total stylisch geradeaus läuft, so haben wir hier etwas ganz Erhabenes, Aristokratisches, und das auf Premier Cru Ebene. Dabei auch so köstlich. Nichts tut weh, nichts schmerzt, nichts muss prognostiziert werden, alles ist schon da. Ich bewerte ihn dennoch ziemlich gleich wie die beiden anderen Premier Crus, weil es einfach drei ganz unterschiedliche Weine sind. Und ich mag mich nicht entscheiden, welcher der Größere ist. Ich halte sie für gleich groß und völlig anders. Alle Drei sind ein Muss. Alle drei Premier Crus sind wirklich gnadenlos gut. 96-97+/100

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