Riesling Großes Gewächs Uhlen - Roth Lay trocken 2019

Heymann-Löwenstein

Riesling Großes Gewächs Uhlen - Roth Lay trocken 2019

100+
100
9
frische Säure, mineralisch
2
Riesling 100%
3
Lobenberg 100+/100
5
Weißwein
13,5% Vol.
Trinkreife: 2028–2055
Verpackt in: 6er
6
Deutschland, Mosel Saar Ruwer
7
Allergene: Sulfite,

Abfüllerinformation

Abfüller / Importeur: Heymann-Löwenstein, Bahnhofstr. 10, 56333 Winningen an der Mosel, DEUTSCHLAND


  • 41,00 €

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lobenberg

Lobenberg über:Riesling Großes Gewächs Uhlen - Roth Lay trocken 2019

100+
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Lobenberg: Der Roth Lay wächst auf Schieferterrassen direkt zur Mosel, hier gehen große Teile der steinigsten, höchsten und steilsten Abschnitte des Uhlen mit ein. Der Schiefer ist klassischer Schiefer mit rotem Einschlag von einem sehr hohen Eisengehalt, es ist der Ausläufer des Uhlenhangs, mit kühleren und etwas wärmeren Abschnitten, die für eine Balance und Komplexität sorgen. Verwitterungsgestein. Der Wein wird nach der Ernte in ganzen Trauben angequetscht. 12 Stunden Maischestandzeit auf Rappen und Schalen. Vorsichtiges abpressen und Vergärung mit spontaner Hefe im großen Holzfass. Er verbleibt bis zum übernächsten Frühjahr, also ganze 17 Monate, auf der Vollhefe. Ab und zu Batonnage. Das ist Reinhard Löwensteins langsamer Wein. Am Ende sind alle 5 Weine, die ich ins Programm nehme von Schieferterrassen, vom blauen Schiefer über den Röttgen bis hin zu Uhlen Blaufüsser und Roth Lay ganz eigenständige Charaktere. Alle völlig unterschiedliche Weine, mit der Krönung im Roth Lay. Und im Jahr 2019 ist der Roth Lay nochmal eine ganz besondere Geschichte. Ich habe bei Reinhard und Sarah Löwenstein zwei Fässer Roth Lay probiert, wie jedes Jahr wird der untere Teil des Weinberges und die oberen, kargsten und steilsten Terrassen separat abgefüllt. Das Jahr 2019 war ja durchaus wieder heiß und trocken im Sommer, deshalb hat Reinhard selbst befürchtet, dass die kargen Terrassen leiden könnten, aber genau das Gegenteil war der Fall. Im oberen Teil stehen auch die ältesten Reben und diese kamen mit der Hitze wider erwarten hervorragend zurecht, gar kein Trockenstress, volle Reife, perfekte Trauben, Löwensteins waren selbst erstaunt über die hier erreichte Perfektion des Lesegutes. Im unteren Teil des Weinberges hat sich durch die Regentage im Herbst und die tieferen Böden deutlich mehr Botrytis und höhere Mostgewichte gebildet, was nicht zu verhindern war. Ich probiere also das erste Fass 2019 Roth Lay, die oberen Terrassen, und es haut mich fast aus den Socken. So kristallklar, so spannungsgeladen, so ungeheuerlich tief und komplex. Das ist Roth Lay in Reinform, reintönig wie noch niemals zuvor, das ist nicht zu toppen. Das danach probierte zweite Fass kann da absolut nicht mit, ist wuchtiger, üppiger, nicht im Ansatz so klar gezeichnet. Reinhard erkennt meine Befürchtung wohl bevor ich etwas sagen kann, denn er schießt sofort los und spricht selbst aus was ich denke: Das erste Fass ist so perfekt, er will es auf keinen Fall mit dem zweiten Fass verschneiden so wie es sonst üblich ist. Diese kristalline Klarheit und dieser Roth Lay in Perfektion muss erhalten bleiben. Reinhard verspricht also, dass der Roth Lay 2019 nur aus dem ersten Fass von den obersten, kargsten Terrassen mit den ältesten Reben bestehen wird, der untere Teil aus dem zweiten Fass wird hier nicht einfließen und findet eine andere Verwendung. Vielleicht geht es in die Schieferterrassen oder wird später als Reserve kommen. Nun also zur nur aus dem obersten Teil des Roth Lay bestehenden 2019er Version des Roth Lay. Die Nase ist sehr dunkel, tabakig, Bienenwachs, erdig, fast etwas ans Pettenthal in Rheinhessen erinnernd. Mehrdimensional und vielschichtig, tiefgelbe Frucht, hochrein und kristallin. Reminiszenz an einen großen Chenin Blanc aus Savennières. Feiner Kastanienhonig, aber völlig ohne Süße, rauchig, salin, zurückgenommene Frucht. Uhlen Roth Lay versteht sich wie immer als Gesamtereignis und das vor allem in diesem Speziellen Jahr wo er nur aus den obersten Terrassen besteht. Im Mund unglaublich viel Power, ein Konzentrat, aber zugleich leichtfüssig, filigran, mit schwerelosem Schub. Schon der erste Mundeintritt war fast eine Explosion, wir haben so eine irre Mineralik und eine wahnsinnige Frische. Wir haben einerseits diese immense Steinigkeit und Schieferwürze aus dem Röttgen, aber gleichzeitig diese totale Verspieltheit aus dem Blaufüsser, die Kühle des vom blauen Schiefer und die feine Exotik, diese verspielte Geselligkeit, dieser Wohlgeschmack mit Turbolader aus den Schieferterrassen. Hochfein und aromatisch extrem präsent im Mund, mit bestechend kristallinem Charakter, gegrillte Quitte, Alge, Salz, fast ein bisschen Chablis Les Clos. Die ultrareife Säure sorgt für ein prägnantes Mundgefühl. Orangenschale, Bitterorange, Grapefruit, Tabak, herb, dicht und tief, aber mit kristalliner Klarheit. Und dennoch braucht der Roth Lay einfach Zeit, um all diese Elemente miteinander zu verbinden, der Wein kommt zu Recht erst im September 2020 auf den Markt und er bekommt ein ganzes Jahr länger im Fass als alles anderen. Hier bei Heymann-Löwenstein lässt man sich sehr viel Zeit dem Wein seine Entwicklungsmöglichkeiten einzuräumen, der Roth Lay verbleibt über ein Jahr auf der Vollhefe und danach weitere Monate auf der Feinhefe. Ein Ereignis, dass für Minuten anhält, die Feinheit der Frucht, wie sie auch im Blaufüsser Lay war, die Steinigkeit, alles hallt nach. Die Zunge rollt sich ob dieser Superkombination aus Zitronengras, Limette und Schiefergestein, gepaart mit Schwarztee-Aromatik. Wir haben eine satte Cremigkeit und Reichhaltigkeit am Gaumen, viel Hefe- und Schieferwürze unter den üppigen Aromen und dennoch so erhaben, klar gezeichnet und unendlich fein. Der Roth Lay ist immer ein ganz großer Moselriesling mit totalem Unikatscharakter, aber nie traf das mehr zu als 2019 mit dieser extraterrestrischen Version nur aus den obersten Terrassen. Ich glaube Roth Lay kann nie schöner gewesen sein als dieser. 100+/100

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Heymann-Löwenstein

Cornelia und Reinhard Löwenstein erzeugen als unzähligste Generation der Familie auf den kargen, aber fruchtbaren Schieferterrassen oberhalb der Mosel Rieslinge, die zu den größten der Welt gehören. [...]

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