Schäfer Fröhlich

Riesling Stromberg Großes Gewächs trocken 2020

Limitiert

voll & rund
mineralisch
99–100
100
2
Riesling 100%
5
weiß
13,0% Vol.
Trinkreife: 2026–2053
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 99–100/100
6
Deutschland, Nahe
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Riesling Stromberg Großes Gewächs trocken 2020

99–100
/100

Lobenberg: Der Großteil der überwiegend wurzelechten Reben des Strombergs ist 80 Jahre alt, teilweise sogar älter. 100 Prozent Porphyr, schwarzes Vulkangestein, Feuerstein, sehr dichte und nicht flurbereinigte Parzellen. Steillagen und sehr terrassierte Teile wechseln sich ab. Der Stromberg ist felsiger und steiler als die Kupfergrube. Rund zwei Hektar. Vom Stromberg gibt es nur zwischen 4.000 und 5.000 Flaschen. Das Lesegut war perfekt reif in 2020, die Trauben stramm und knackig, gefühlt sehr kühl. Die Erntemenge war etwas geringer als in 2018 und 2019. Tim Fröhlich hat die Weine schon im April von der Vollhefe auf die Feinhefe abgezogen dieses Jahr, um diese kompakte Feinheit zu erhalten. Zudem braucht der Jahrgang weniger Restzucker. Die Weine hatten ihre Balance seiner Meinung nach in sehr niedrigen Restzuckerbereichen gefunden in 2020. Der Stromberg ist meist der zweitspannendste Wein von Tim, hinter dem Felseneck. Wobei in 2020 auch die Kupfergrube genial ist. Und per Luftlinie ist der Stromberg sogar nur 500 Meter vom Felseneck entfernt. Und das Felseneck ist dann komplett blauer Schiefer auf Quarzit. 2020 ist im Grunde ein sehr reifes Jahr, was sich aber eine grandiose kühle, Saftigkeit und Balance erhalten hat. Man kann den warmen, trockenen Jahrgangsverlauf im Kopf kaum mit dieser kühlen, strukturierten, aber samtig weichen und dennoch aufregend vibrierenden Art zusammenbringen. Schmeckt wie Gletscherwasser, das durch Felsen läuft. Stahlig, strahlend und hochfein, mit dunklen und strahlend hellen Elementen in der Mineralik. Hochkomplex, verdichtet und fest, aber auch auf der Zunge schmelzend und cremig aus der hohen Reife. Quasi kein Zucker, nur Schmelz aus dem Extrakt. Das ist schon irre, wie das dieses Jahr schmeckt. Stromberg und Felseneck müssen immer um die Krone in diesem Weingut kämpfen. Der blaue Schiefer vom Felseneck gewinnt zwar recht häufig, aber im Grunde stehen sie sich in nichts nach, weil dieser Stromberg, der eigentlich wie eine Geröllhalde in den Alpen aussieht, eben auch genauso schmeckt. Die Nase kann man gar nicht verwechseln. So wie von Winning in der Pfalz, so hat Schäfer-Fröhlich an der Nahe ein Alleinstellungsmerkmal in seiner Art, keiner bekommt die kristalline Spannung so perfekt auf den Punkt in fast jedem Jahr. Und gerade 2020 ist es eigentlich überwältigend, weil es so konzentriert und fein konturiert zugleich ist. Läuft nur geradeaus, ohne Speck, ohne Blick nach links und rechts, nur fokussierte, lineare Präzision. Aber ist nie hart oder karg. Das ist zu 2019 gar nicht unähnlich im Charakter, aber wohl noch einen Hauch feiner. Auf der einen Seite ist er messerscharf, auf der anderen Seite samtig und saftig, finessenreich mit grandioser Länge. Astronomisch! 99-100/100

Mein Winzer

Schäfer Fröhlich

Seit 1800 betreiben Fröhlichs Weinbau an der Nahe. Tim Fröhlich bewirtschaftet zusammen mit seiner Familie das 16 Hektar große Weingut. Die Lagen mit ihren unterschiedlichen Gesteinsböden bilden das Fundament für unverwechselbare, authentische Rieslinge.