Dönnhoff

Riesling Höllenpfad im Mühlenberg Großes Gewächs trocken 2018

Limitiert

100
100
2
Riesling 100%
5
weiß
13,0% Vol.
Trinkreife: 2020–2040
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 100/100
Suckling: 97/100
Elias Schlichting: 95–97+/100
6
Deutschland, Nahe
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Riesling Höllenpfad im Mühlenberg Großes Gewächs trocken 2018

100
/100

Lobenberg: Diese Monopol-Lage, die als Große Lage eingetragen ist, hat insgesamt vier Hektar, aber nur aus einem Hektar der ältesten Reben kommt dieses GG. Die Lage besteht im Grundsatz zwar aus Buntsandstein, aber es gibt auch dieses Teilstück, aus dem dieses GG kommt, wo sehr viel purer Felsen mitspielt. Helmut Dönnhoff hat vor langer, langer Zeit angedeutet, dass hier im Höllenpfad ein potenzielles Großes Gewächs stehen könnte. Und 2017 war es dann erstmals soweit, zuvor lief der Wein immer als Erste Lage, eine freiwillige Abstufung vom Weingut ist ja immer zulässig. Es gibt immer nur kleine Menge von eben dieser Extremlage. Buntsandstein mit extrem viel Felsen dazwischen. Es ist das steilste Stück der Lage, die Reben sind hier 45 Jahre alt. Es ist dementsprechend erst der zweite Jahrgang dieser als GG vinifizierten Parzelle. Es gibt noch keine endgültigen Analysewerte zum Zeitpunkt der Probe, aber alle GGs liegen 2018 zwischen 12% und 13% vol. beim Alkohol. Tolle Würzigkeit in der Nase, Minze, Eukalyptus, wieder Waldmeister, eine in 2018 häufiger vorkommende Aromenkomponente, ein bisschen Cassis und Johannisbeere darunter, viel Zug. Dazu schöner reifer Augustapfel, grüne und gelbe Birne, das ist eine schöne Kombination, das macht echt Spaß, ein kleiner Kick vom Holz. Wow, das ist ein Mund! Schade für den Kreuznacher Krötenpfuhl, aber dieser Höllenpfad als GG ist schon richtig großes Kino. Da kracht es ordentlich im Mund und trotzdem hat der Wein einen großen Spaßfaktor im Rücken, diese ganz reife Frucht. Pinke, fast süße Grapefruit, Orange, Salz, ein bisschen Karamelle, ein klein wenig Honig darunter, ganz viel Zug, wieder Minze, Schärfe, Pimentschärfe und unglaubliche Länge. Das ist ein aufregendes GG, weil es im Mund einfach so kracht und so vielschichtig und multikomplex ist, weil es eben einen wahnsinnigen, mineralischen Zug hat. Ohne jemals die schöne stützende Frucht zu vergessen. Das ist also nicht Purismus wie bei vielen GGs von Tim Fröhlich, sondern bei Dönnhoff auch immer charmant, warm und reich. Super Stoff. 100/100

95–97+
/100

Elias Schlichting über: Riesling Höllenpfad im Mühlenberg Großes Gewächs trocken

-- Elias Schlichting: Feine, polierte Frucht, sehr geradlinig im Dönnhoff-Stil, lupenreine Klarheit, leichte Reduktion, darunter eher zitruslastig, grüne Quitte, Sommerapfel. Der Mundeintritt ist in 2018 besonders saftig, wieder viel gelbroter Sommerapfel, schöne Reife anzeigend, dennoch den geradlinigen, kristallklaren Charakter beibehaltend. Dönnhoff ist wieder eine grundsolide Bank, bestechende Qualitäten und unbeirrt der Handschrift folgend in jedem Jahr, das ist schon faszinierend. Eine ganz eigene Klasse. 95-96+/100

Mein Winzer

Dönnhoff

Helmut Dönnhoff gehört völlig ohne Zweifel zu den fünf besten Weißwein-Erzeugern des Erdballs. Die Nahe wurde lange unterschätzt, aber was Dönnhoff hier von seinen erstklassigen Terroirs holt, ist inzwischen extrem gesucht. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt klar im Weinberg.