Riesling Hermannshöhle Großes Gewächs 2017

Dönnhoff Riesling Hermannshöhle 2017

Limitiert

Zum Winzer

100
100
2
Riesling 100%
5
weiß, trocken
13,0% Vol.
Trinkreife: 2021–2048
Verpackt in: 6er
9
frische Säure
mineralisch
exotisch & aromatisch
3
Lobenberg: 100/100
Pirmin Bilger: 20/20
Suckling: 98/100
Gerstl: 20/20
6
Deutschland, Nahe
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Riesling Hermannshöhle Großes Gewächs 2017

100
/100

Lobenberg: Die Hangneigung der Hermannshöhle ist 60%. Der Bodentyp: Tonschiefer mit Kalksteinelementen, Rebalter von 60 bis 80 Jahren. Seit Jahren, ja seit Jahrzehnten einer der Primus Inter Pares bei den deutschen GGs. Eigentlich regelmäßig im 100-Punkte-Bereich und auch Sieger vieler Riesling-Preise. 2017 kommt er für mich fast schlank rüber. Eher Richtung Felsenberg als in Richtung Dellchen gehend. Sehr versammelt, sehr clean, sehr sauber. Keine Botrytis. Erhaben, groß. Aber das schafft er eigentlich immer. Deutsche gelbe Frucht mit Zitronengras und Tee. Großrahmig, leicht abgehoben. Im Mund eine harmonische Perfektion. Wir haben hier die irre Intensität, die wir im Felsenberg hatten und wir haben hier die Harmonie aus dem Dellchen. In der Tat ist das hier die Zusammenlegung dieser beiden GGs und von beiden das Beste. Unendlich lang, groß. Ich hätte nicht erwartet, dass 2017 an das 2016er GG herankommen kann. Er ist aber auch ganz anders. Es ist viel fruchtiger, es ist viel mehr 2015. Es hat viel mehr Kraft, und trotzdem hat es riesige Harmonie und vor allem diese wahnsinnige Extraktsüße von sicher klar über 35 Gramm Extrakt. Bei unter 4 Gramm Restzucker kommt alle Süße aus diesem Extrakt. Diese reife Frucht dabei. Alles passt, alles ist auf höchstem Niveau. Super beeindruckend. Und wie Tim Fröhlich von Schäfer-Fröhlich für seine Weine und seine Töne ein Alleinstellungsmerkmal hat, so hat das auch die Familie Dönnhoff in ihren Weinen. Das sind die beiden Superstars der Nahe, daran gibt es gar keinen Zweifel. Und die Hermmanshöhle ist ganz glasklar ein 100-Punkte-Wein. 100/100

Jahrgangsbericht

Nach einem erneut eher milden Winter kamen Austrieb (März) und Blüte (Mitte Mai) wieder recht früh in 2020. Es folgte ein warmer Sommer, der aber weniger extreme Hitzespitzen wie 2019 und 2018 hatte und vor allem durch kühlere Sommernächte eine robuste Säurestruktur erhalten konnte. Häufig wird vergessen, dass Hitze und vor allem Trockenheit nicht nur die Zuckerentwicklung, sondern auch die Säuren und Gerbstoffe durch niedrige Erträge und dicke Beerenschalen aufkonzentrieren. Dieser mediterrane Powersommer hat dem Burgund Mitte August den frühsten Lesestart seit 2003 beschert, dennoch wurden die vollen 100 Tage Reifezeit nach der Blüte erreicht bis zur Lese. Aufgrund der sehr trockenen Verhältnisse waren die Trauben weitgehend kerngesund und vollreif – Fototrauben soweit das Auge reicht! Wohingegen an der Côte de Beaune fast durchschnittliche Mengen Chardonnay geerntet werden konnten, war der Ertrag beim Pinot Noir an der gesamten Côte d’Or durch die winzige Beerengröße geringer noch als im Vorjahr 2019. Die Chardonnays betören mit dem selben imposanten Fruchtdruck und einer Power wie 2019. Sie wirken allerdings schlanker und feiner, auch aufgrund von lebhafteren Säuren, die eher an 2017 denken lassen. Es ist mit 2014 und 2017 ziemlich sicher das beste Weißweinjahr der letzten 10 Jahre. Die Balance der weißen 2020er ist herausragend! Die Pinot Noirs sind etwas weniger einheitlich balanciert. Je nach Terroir und Erntezeitpunkt, changieren sie zwischen bestechender Eleganz, Kühle und Finesse bis hin zu gewaltiger, mediterraner Struktur mit hoher Reife bis hin zur Überreife in einigen Fällen. Die topgesunden Beeren waren dickschalig, klein und kernig und gaben nur widerwillig ihren hochkonzentrierten, hochintensiven Saft preis. Die Fruchtfülle und das Parfüm der roten 2020er ist gewaltig, wie dichte Wolken aus Waldfrüchten und dunkler Kirsche schiebt es tieffarbig und reich aus dem Glas. Die Konzentration ist berauschend, die besten 2020er stellen die exzellenten Vorjahre sogar noch in den Schatten – in der Spitze war absolute Weltklasse möglich in diesem Blockbusterjahr. 2020 ist ein beeindruckendes und großes Jahr, das bei den Top-Domaines mit zum besten zählt, was es in den letzten Jahrzehnten gab. Zurücklehnen und genießen mit den verführerischen Pinots und sich mitreißen lassen von den berauschenden Chardonnays. Die erneut kleinen Erträge und der harte Frost in 2021 erzeugen weiter Mengendruck auf das Burgund und die besten 2020er werden schnell rar und gesucht sein.

20
/20

Pirmin Bilger über: Riesling Hermannshöhle Großes Gewächs

-- Pirmin Bilger: Der Wein stammt von der perfekten Steillage Hermannshöhle und liegt auf schwarzgrauem Schieferboden mit vulkanischen Elementen. Eine sagenhaft tiefgründige Eleganz lächelt einem hier zart aber kraftvoll an. Unbeschreiblich wie wunderschön finessenreich hier einem der Duft entgegenströmt. Eine über alles überstrahlende Klarheit und perfekte Natur Schöhneit haben wir hier im Glas. Die Mineralität zeigt sich in ihren perfekten Vollkommenheit und kommt so genial aus der Tiefe. Feinste, zart würzige Kräuternuancen kann mann im Hintergrund feststellen. Auch noble Holunderblüten Düfte schweben fein umher. Der Gaumen wird förmlich überwältigt von diesen vielen raffinierten Eindrücken. Es ist alles da, üppig und zart, verspielt und nobel zugleich, komplex tiefgründig und doch so einfach trinkfreudig - der hat einfach eine perfekte Balance zwischen allen Komponenten. Die Frucht zeigt sich nur ganz zart und ist doch immer präsent, das gleiche gilt für die mineralischen Komponten, welch zum Abgang hin aber noch zulegen. Die Säure ist perfekt strukturiert und ultrafein. Die Firsche ist jederzeit präsent und verleiht der Hermannshöhle diese vibrierende Energie und erquickende Länge. Ein Überweinn - auch im 2017. 20/20

98
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Suckling über: Riesling Hermannshöhle Großes Gewächs

-- Suckling: This defines high elegance. Everything you look for in a dry white wine with very fine aromas of white and yellow peaches, but also a thousand wild herbs and flowers. Enormous delicacy at the very long finish. From organically grown grapes. Fair'n Green certification. Drink or hold. Stuart Pigott 98/100

20
/20

Gerstl über: Riesling Hermannshöhle Großes Gewächs

-- Gerstl: Jetzt haben wir schon 5 trockene Granaten probiert und man erwartet ja immer, dass die Hermannshöhle noch einen obendrauf setzt. Klar ist, dass das gar nicht möglich ist. Dennoch ist diese Hermannshöhle einzigartig, nicht umsonst war der Wein 3-mal in Folge bester trockener Wein Deutschlands bei der Blindprobe, welche die Zeitschrift «Feinschmecker» durchführt. DasGeheimnis der Hermannshöhle ist wohl, dass es die absolute Perfektion in jeder Beziehung ist, da stimmt einfach jedes kleinste Detail; es gibt nichts, was in irgendeiner Art und Weise noch verbessert werden könnte. Die Konzentration ist maximal, die Fülle enorm, aber hier ist halt von gar nichts zu viel, die Säure zeigt maximale Rasse, da ist Schmelz ohne Ende, da spielen alle Superlativen zusammen, aber genau so, dass alles eine einzige Harmonie ist. Es ist quasi die Symbiose aus allen Superlativen, vielleicht erklärt das die Grösse der Hermannshöhle. 20/20

Mein Winzer

Dönnhoff

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