Riesling Falkenberg 2018

FIO: Riesling Falkenberg 2018

Zum Winzer

97+
100
2
Riesling 100%
5
weiß, trocken
12,0% Vol.
Trinkreife: 2022–2036
Verpackt in: 6er
9
voll & rund
unkonventionell
mineralisch
3
Lobenberg: 97+/100
6
Deutschland, Mosel Saar Ruwer
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Riesling Falkenberg 2018

97+
/100

Lobenberg: Falkenberg ist eine sehr hoch gelegene Lage, südöstlich exponiert, sehr nah am Wald. Philipp Kettern sagt, dass der Falkenberg immer unterschätzt wurde bei der Bevölkerung. Diese etwas kühleren, hochgelegenen Lagen hatten einfach nie die Reputation, weil sie früher zu kalt waren und oft leicht grünliche Weine hervorgebracht hatten. Aber seit dem Klimawandel sind dies die Lagen die Finesse und Eleganz noch wirklich in jedem Jahr hervorbringen können. Es ist kühler und feiner als das Goldtröpfchen. Die Idee für diesen Wein entstand bei einer Flasche 1997er Juffer-Sonnenuhr Auslese trocken von Fritz Haag. Ein Wein mit 11 Prozent Alkohol, aber einer ungeheuren Tiefe. Die beiden haben angefangen über den Sinn von immer kräftigeren GGs nachzudenken. Sie wollten diese aromatische Tiefe und Erhabenheit in einer Klassik und mit einer Eleganz erreichen, die nicht über immer höhere Reife, sondern vor allem über Zeit kommt. Dementsprechend ist das Credo von FIO die frühe Lese aus kühlen Weinbergen mit moderat reifen Trauben und einem sehr langen Ausbau auf der Hefe. Viel Zeit und Ruhe im Fass und dann bestenfalls noch eine Flaschenreife. Die Weine sind wie die von PJ Kühn auch in der Jugend schon zugänglich und geschmeidig durch diese Art des Ausbaus und die strikte Politik der Entschleunigung, aber sie reifen eben auch enorm lange, weil sie ihre Balance und Mitte schon gefunden haben und diese Eleganz dann lange Jahre bewahren können. Sehr ruhige, elegante Frucht, weißer Pfirsich, Litschi, Zitronengras, feiner Darjeelingtee. Harmonisch und ausgewogen wie die besten 2018er eben waren. Dieses lange Hefelager macht den Wein überhaupt nicht fett, sondern pusht einfach nochmal die Eleganz auf ein ganz anderes Level. Die dichte weiße Frucht mit dem feinen Hefepolster und leichtem Meersalz darunter erinnert schon etwas an weiße Burgunder in dieser Art. Man denkt nicht sofort an die Mosel, erst wenn die schieferwürzige, griffige Mineralität dann zupackt im Nachhall. Dann geht einem das Licht auf, das kann nur Moselriesling sein. Aber das ganze Mundgefühl ist total anders, völlig einzigartig. 97+/100

Mein Winzer

FIO

Das Projekt Fio ist eines der spannendsten an der Mosel überhaupt. Die Weine sind völlig einzigartig, was zu erwarten ist, wenn Mastermind Dirk Niepoort und seine Söhne ihre Finger im Spiel haben. Aufgrund Dirks tiefer Verbundenheit und Liebe zu den klassischen Rieslingen des Moseltals, konnte sein...

Riesling Falkenberg 2018