Lobenberg: Dieser Blanc de Noir stammt von den höchsten Hanglagen der Quinta Nova. 100 % Tinta Roriz. Typische Douro-Schieferterrassen, aber besonderes, kühles Mikroklima. Dadurch behält die Tinta Roriz ihre Frische und bringt sehr geradlinige, mineralische Weine wie diesen hervor. Für den Blanc de Noir wird der weiße Most aus den roten Trauben durch sanftes pressen extrem sorgfältig extrahiert und danach relativ kühl im Edelstahl vergoren, um zunächst die feine Frucht und stahlige Mineralität zu erhalten. Danach kommt der fast glasklare Blanc de Noir für rund sechs Monate in gebrauchte Fässer aus französischer Eiche. Das gibt Textur und Fülle, verleiht dem Wein einen feinen Schliff, ohne das das Holz zu sehr dominiert. In der Nase hochfeines Steinobst. Weißer Pfirsich, etwas Aprikose und Honigmelone. Eine feine Exotik legt sich dazu, nicht aufdringlich oder laut, sondern fein und zart. Unreife Ananas, Bananenblatt und etwas Bananencremigkeit. Holz muss man hier vergebens suchen, aber es gibt dem ganzen Struktur und Tiefe. Im Mund wird man von einer erstaunlichen Frische eingenommen. Erneut hochreife Zitrus, etwas weißer Pfirsich und Bananenblatt. Diesmal legt sich aber auch eine feine Würze dazu. Weißer Pfeffer und Eukalyptus. Einen Blanc de Noir mit solcher Frische und solcher Komplexität muss man lange suchen, eigentlich trifft diese Beschreibung auch nicht auf diesen Stil zu. Man kann das eher mit der Komplexität von Clau de Nell vergleichen. Schöne Salzigkeit im Nachhall. Ein bemerkenswert schwereloser Douro-Weißwein mit toller Frische und mineralischem Nerv.